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New Chance

Tala selbst war nach diesen zwei Wochen soweit, dass er auch gerne Urlaub genommen hätte. Die Nachforschungen hatten kaum etwas ergeben, der Mistkerl hielt sich weiterhin im Dunkeln auf, war kurzzeitig sogar einfach verschwunden. Zudem war er in der ersten Woche ständig zwischen Firma, seiner Wohnung und Kais Wohnung hin und hergerannt, hatte dann der Einfachheit halber die Katze einfach mit zu sich genommen und wurde mit einm paar tiefen Kratzern über die Oberarme beehrt.

Nun endlich sollte Kai entlassen werden und Tala wartete im Besucherraum auf ihn, den Blick an die Decke gewandt.



Kai dankte dem Arzt, als er endlich kam, packte den Medikamentenzettel ein und schlürfte in den Warteraum zu Tala. In einer Woche würde er zur Nachuntersuchung gehen und dann müsste es soweit gut sein.
Lächelnd betrat er das Zimmer, nickte Tala zu und sie könnten los. "Du siehst müde aus.. willst du nicht lieber hierbleiben? Kann man schön schlafen."

Tala schüttelte nur den Kopf, stand dann auf.
"Nein, ich glaube, bei mir schlaf ich doch noch besser. Ich werde mich da ein wenig aufs Ohr hauen, sobald du versorgt bist. Irgendetwas Wichtiges, das der Arzt noch gesagt hat?"
Neben Kai verließ er das Krankenhaus, hatte diesem die Sporttasche abgenommen und dirigierte ihn nun zum Taxistand.

"Nur ein paart Medikament eund das übliche. Viel Ruhe und wenig Stress und so." Er würde wohl selbst zu Hause noch vor langerweile sterben. weil er nichts machen durfte. "Hat sich viel Arbeit für mich angehäuft?" Irgendwie wäre er froh drüber, auch wenn er wusste, dass Tala ihm nichts geben würde, bevor er nicht vollständig genesen war.

"Für dich? Nein...", kam auch sofort die vernichtende Antwort, als Tala die Tür eines der gelben Wagen öffnete.
"Steig ein! Du weißt genau, dass sich für dich keine Arbeit anhäuft, solange du nicht wieder 100%ig auf dem Damm bist!", schickte er dann noch nach, wartete geduldig bis Kai eingestiegen war, folgte dann und nannte dem Fahrer die Adresse der Firma.

Seufzend nickte er. War ja klar, aber ein Versuch wäre es doch Wert gewesen. Die Hoffnung starb zuletzt. Kai lehnte sich zurück, schloss die Augen. ZWar war es komisch, dass Tala zur FIrma fuhr und nicht zu ihm nach Hause, aber das interessierte ihn gerade nicht.
"Du bist wie meine Mutter, die ich nie hatte." Er grinste, öffnete die Augen und sah zu Tala.

"Wenn du nie eine hattest, woher willst du dann wissen, wie Mütter sind?", wollte Tala in diesem Moment gelassen wissen, lehnte sich in die bequemen Sitze des Taxis zurück.
"Auf jeden Fall brauchst du ganz offensichtlich jemanden, der auf dich aufpasst. Immerhin bist du in der kurzen Zeit, in der wir wieder miteinander zu tun haben, schon einmal fast vom Auto überfahren und einmal verprügelt worden. Das ist schon eine ganz ansehnliche Statistik. Mich würde nur interessieren, wie du bisher alleine klargekommen bist. Grenzt schon an ein Wunder."

"Das war ironisch~ gemeint." brummte er, sah dann aus dem Fenster des Taxis.
Kurz dachte er nach. Ja... schon komishc, wie.. aufregend sein Leben geworden ist, seit er wieder mit Tala Zeit verbrachte. "Um ehrlich zu sein. Mir ist soetwas vorher nicht passiert. Höchstens, dass ich mich mal beim Essen machen verbrannt oder geschnitten habe. Aber da bin ich selbst Schuld. Soetwas war eigentlich nie passiert. Ich kann~ auf mich aufpassen."

"Ja, klar...das ist mir schon aufgefallen, wie gut du auf dich aufpassen kannst. Damals als du das Auto angestarrt hast, wie in Kaninchen die Schlange und dann als ich dich hinter deinem Wohnblock zusammensammeln musste. Du hast beides Mal einen wirklich ausgesprochen überlegenen Eindruck gemacht, Kai, das muss man dir schon lassen!"
Die Ironie in Talas Worten war kaum verhüllt und lediglich das Lächeln auf den Zügen des Rothaarigen nahm ihnen den verletzenden Charakter.
"Nun, ist ja auch egal jetzt. Auf jeden Fall wirst du dich jetzt erst einmal erholen und dann werden wir weiterplanen. Dein Katzenvieh wartet auch schon auf dich."

Kai grummelte. Jeder andere, auf den gerade ein AUto zuhält, würde wohla uch stocksteif dasitzen und nicht wissen, was er tun sollte. Tala hatte nun mal bessere Reflexe. Der silberhaarige Russe war in solchen Dingen halt eine Niete, Sport und Reflexe... nie sein Ding gewesen.
"Er heißt Jerry~ und ist kein Vieh."
Er liebte~ seinen Kater und hasste es~, wenn man ihn dumm machte. Da würde auch sein Chef~ ärger bekommen. "Aber wenigstens lebt er noch~."
20.10.06 17:27


+Cupido+

Kai war zeitig aufgestanden. Er musste sich fertig für das Frühstück machen, welches er mit einem potentiellen Kundne vereinbart hatte. Und übermüdet wollte er nicht wirken. Tala würde wohl vor dem Rastaurant auf ihn warten.
Bei Reiji hatte Kai mehr Büroarbeit bekommen, jetzt war er mehr unterwegs und aß dauernd etwas. Vielleicht rüherten seine Magenschmerzen ja daher...
Er schnappte sich seine Aktentasche, nachdem er Jerry Futter gegeben hatte und stieg in das nöchstbeste Taxi ein.
Wie vorrausgesehen, wartete Tala schon auf ihn. Jetzt hatte er das Gefühl, wieder unpünktlich zu sein, wobei er doch 5 Minuten zu frph war...
"Morgen."

"Morgen!"
Tala drehte sich mit einem Lächeln zu ihm um, hatte in der Zwischenzeit eine Schaufensterauslage studiert. Mit einem Nicken deutete er Kai, das Restaurant vor ihm zu betreten und sich nach dem Tisch zu erkundigen.
"Hast du die Vordrucke für die Kaufverträge dabei?", wollte er dann wissen. Gleich nach dem Essen hatte er ein Treffen mit Ivan und Kai würde die restlichen Termine alleine erledigen müssen. An und für sich sollte das kein Problem für diesen sein.

Empört hielt Kai die Tasche nach oben. "Sicher habe ich die mit. Sowas vergesse ich doch nicht!" Er war enttäuscht, dass der Rothaarige ihm zutraute, solche Dinge nicht zu beachten.
Er betrat mit Tala das Restaurant, hielt nach dem Kunden ausschau, doch er war nicht zu sehen, vielleicht noch nicht da...

"Sei doch nicht gleich eingeschnappt! Hätte ja sein können!"
Tala lachte angesichts des empörten Gesichtsausdrucks leise auf, wuschelte diesen noch einmal durch die Haare, ohne die 'Frisur' zu zerstörten und trat dann auf den Kellner zu, damit dieser sie zu ihrem Tisch führte. Es war immer von Vorteil früher hier zu sein, man hatte sozusagen die Poleposition inne, nutzte einen an und für sich neutralen Gesprächsboden für die eigenen Belange.
"Du musst übrigens die restlichen Gespräche selbst erledigen, Kai. Ich habe anderweitige Termine. Also pass gut auf, damit du dass dann problemlos erledigen kannst. Obwohl ich da kaum Bedenken habe..."

Kai leß sich neben dem Rothaarigen nieder, packte die Aktentasche unter den Tisch und sah sich schon mal die Auswahl an, die er zum Frühstück hatte. "Hn... warum? Der eine wollte unbedingt mit dir reden." Wie sollte er das denn jetzt erklären? "Kann ich das nicht erledigen?"

"Ich habe einen wichtigen Termin bezüglich des Kerls, der uns unser Geschäft streitig machen will. Zudem wüsste ich nicht, was man mit mir bereden will, dass du nicht auch sagen könntest. Immerhin wollen wir nur ein Grundstück kaufen und nicht gleich eine Fusion anstreben!"
Tala schüttelte mit dem Kopf. Nein, es war kein derart wichtiges Geschäft, dass er unbedingt dabei sein musste. Kai konnte es genauso gut erledigen.

Kai hatte es sich auch nicht erklären können, aber was konnte er schon groß dagegen sagen? Nichts. Und jetzt saß er zwischen zwie stühlen.
Bevor er etwas sagen konnte, kam auch schon der Grundstückbesitzer. Kai lächelte, begrüßte ihn, nachdem Tala es getan hatte.. Er suchte die verträge heraus, während der Rothaarige verhandelte.

Es lief genauso ab, wie beim letzten Mal, nur dass Kai damals auf der anderen Seite des Verhandlungstisches gesessen war. Mittlerweile wusste er, dass Tala sehr genau Bescheid wusste, über den Wert der Liegenschaft und diesen Wert auch gleich zu Beginn der Verhandlungen nannte. Wieder ließ er sich ein wenig höher handeln, sah dann zu, wie sein Partner den Vertrag unterschrieb und lächelnd das Restaurant verließ.
"Du musst ihnen immer das Gefühl geben, dass sie es sind, die das Geschäft gemacht und dich übers Ohr gehauen haben. Dadurch schaffst du dir zufriedene Partner, die jederzeit wieder Geschäfte mit dir machen. Es reicht, wenn du weißt, dass du einen Riesengewinn aus diesem Geschäft machst!", erklärte er dann ruhig an Kai gewandt.

Der Silberhaarige nickte. Dieses System hatte er verstanden, aber ob er es in dem Erfolg wie Tala umsetzen konnte... er zweifelte sehr daran. Mit Worten war er nicht gut, zeigte den meisten Leuten eh nur die kalte Schulter und wenn er verhandelte... lief es eh in sein Disaster heraus.
"Ich versuchs." Kai trank seines Orangensaft aus, lehtne sich zurück und sah auf die Uhr.. Er hatte noch zwei Stunden, bis zum nächsten Termin.

"Willst du einen Probedurchgang?", schlug Tala vor, schien Kais Unsicherheit mitzubekommen. Er ließ sich das Papier geben, auf dem die Details des nächsten Grundstückes vermerkt waren, ging sie noch einmal durch und nickte dann.
"Okay, ich bin Ikewaki. Du verhandelst mit mir! Also, los gehts!"
Tala machte ein ernstes Gesicht, nickte Kai zu.

Sekptisch zog Kai eine Augenbraue nach oben, musterte Tala. Doch dieser schien das wirklich ernst zu meinen. Wie sollte er mit ihm~ verhandeln? Das konnte er einfach nicht...
"Ich... Keine Ahnung." In soetwas hatte er keine Erfahrung. Er straffte die Schultern, nahm Haltung an und holte tief Luft. Das würde er nicht~ schaffen.
"..." Ihm fiel kein Anfang ein...

"Schon möglich, dass du die nicht hast. Lass es dir nicht anmerken, dass es so ist!"
Tala deutete auf das Papier, das Kai ihm zu lesen gegeben hatte. "Da steht alles oben, was du brauchst. Am besten du beginnst damit, dass du weißt, wieviel das Grundstück in etwa Wert ist. Und lass ihn spüren, dass wir nicht unbedingt darauf angewiesen sind, also durchaus keine Monstersumme zahlen."
Er legte den Kopf etwas schief, beschloss dann es Kai etwas einfacher zu machen.
"Nun, wie Sie sicher wissen, handelt es sich um das Gebäude in der Bronx. Machen Sie ein Angebot, Sie werden schließlich Informationen eingeholt haben, nicht?"

Vielleicht war das ein Nachteil, der den Job bei Tala unattraktiv machte. Sicher... er wusste alles über das Grundstück, den wahren Preis, den falschen, die Umstände, Eigenschaften, sogar die Geschichte -welche Gebäude wann dort standen- kannte er. Er bräuchte den Zettel nicht. Aber angesichts einer Verehandlung wusste er sein Wissen nicht recht einzusetzen.
"10.000... das Grudnstück liegt in einer der kriminellsten gegenden, die Liste der vorherigen Besitzer ist länger, als die chinesische Mauer."

"10.000? Sind Sie noch recht bei Trost? Wir reden hier von einem siebenstöckigen Gebäude, das erst letztes Jahr renoviert wurde. 10.000..."
Tala schnaubte abfällig, machte ein missmutiges Gesicht.
"Kriminell oder nicht, es liegt im Zentrum von New York, hier kriegen Sie nicht mal einen Autoparkplatz um 10.000, Mann. 50.000, mein absolutes Minimalangebot!"

Innerlich seufzte er. Am liebsten würde ja lachen und die Farce beenden. Aber Tala würde darauf sicher nicht eingehen, also würde er jetzt üben müssen, damit das Geschöft nachher, auch so verlief, wie sie es sich gedacht hatten.
"20.000... Ihr Haus weißt trotz der Renovierung erhebliche Mängel auf, die sich nicht so schnell beseitigen lassen. Der Keller ist schon voll Schimmel, das hat mir ein gutachter bestätigt. Ich finde, das mein~ Preis sehr wohl angemessen ist."

Dass Tala die Sache mehr als nur ernst nahm, zeigte das wölfische, siegessichere Lächeln, das sich in diesem Moment auf seine Züge legte. Entspannt lehnte er sich zurück, die Arme locker vor dem Bauch verschränkt.
"Und Sie, mein Freund...haben Sie schon einmal etwas von Hausfriedensbruch gehört? Scheinbar nicht, den sonst kann ich mir nicht erklären, wie Sie in den Keller *meines* Hauses kommen, um dieses begutachten zu lassen. 45.000 oder eine Anzeige bei der örtlichen Polizei!"

Nun war es an ihm, überlegen zu grinsen. "So? Dann sollten sie ihre Sekretärrin beauftragen, nicht so voreilig Termine auszuhändigen. Sie war sehr freundlich und hat mir gestattet, ihrem Haus noch gegen 22 Uhr einen Besuch abzustatten... nur für das Treppenhaus und den Keller, versteht sich. Aber mehr~ braucht eich wohl nicht sehen. Abgesehen von dem Schimmel haben sie eine nette Ansammlung von Drogen dort unten. Oder wollens ie mir erzählen, dass das Kreide in Tüten verpackt ist?"
Natülrich hatte Kais Gutachter sofort eine Probe genommen und einen Schnelltest durchgeführt und sich alles -rechtlich abgesichert- aufgeschrieben.
"20.000 ist nun doch sehr angemessen, nicht?" Oder er nahm die Auswahl wie im Monopoly: Sie gehen ins Gefängnis, nicht über los und zeihen keine 10.000 ein.

Man konnte den Widerstreit der Gefühle direkt in Talas Gesicht ablesen, ehe er sich dann seufzend vorbeugte und Kai musterte.
"Wenn ich nun wirklich der Typ gewesen wäre, dann würde ich spätestens jetzt aufstehen und gehen...und das Geschäft Geschäft sein lassen. Aber ich muss dir eines zugestehen, Kai...Verhandlungsmensch bist du nicht wirklich, aber an dir ist ein Privatdetektiv verloren gegangen. Weißt du auch, welche Zahnpasta der Kerl benutzt?"
Tala hatte sich bereits wieder gefangen, lachte nun leise auf und nahm einen Schluck seines Mineralwassers.
"Nun, wenn du noch ein wenig diplomatischer vorgehst, dann wird das schon. Besorg uns einfach die Grundstücke!"

Er zuckte mit den Schultern. Hatte er ja gesagt. "Noch nicht. Aber rausbekommen würde ichs. Seine Tippse hatte da was angedeutet. Ich glaube, die beiden haben ein Verhältnis." Er lehnte sich wieder an die Polster, seufzte. "Vor dem Typen würde ich das eh nicht erwähnen." Das konnte er sich schon denken, dass solche Informationen an der Stelle für Verhandlungen nicht angebracht waren.
"Das merkwürdige ist nur... Über die beiden habe ich ne Menge rausbekommen können, doch der andere Typ.. nichts... Ich bin froh,d ass ich die Adresse des Grundstückes weiß."

Tala hatte mit einer Mischung aus Erstaunen und leichtem Unwohlsein zugehört.
"So? Kleiner Sherlock Holmes, was? Und was hast du dann damals über mich so rausbekommen?", wollte er in einem fast schon lauernden Ton wissen.
"Na ja, solange er uns am Ende sein Anwesen verkauft...wann triffst du dich mit ihm? Vielleicht bin ich bis dahin wieder frei!"

"Ich vertreib mir meine Zeit halt auf meine Weise... außerdem mag ich diesen 'Adrenalinkick'." Er grinste, zeigte, dass er es so nicht ernst meinte.
"Über dich? Nicht viel. Ich hatte eigentlich nicht mal mit dir gerechnet. bei Reiji hatte ich selten Zeit, nach den Inhabern zu forschen. Das konnte ich nur in meinen Pausen, da sprang nicht viel bei raus."
Er fuhr sich mit einer ahnd durch die Haare, sah zur Uhr und dachte nach. "Gegen... 16.30 Uhr war das. Er hatte den Vorschlag gemacht und es hatte gepasst."

"Dann bin ich ja beruhigt. Ich behalte meine Zahnpastasorte dann doch gerne für mich!"
Tala lächelte vergnügt und irgendwie erleichtert.
"Aber ich werde dieses spezielle Talent von dir gern nutzen. Es gibt immer wieder mal etwas, wo detektivisches Feingefühl gefragt ist...halb fünf also? Das sollte ich schaffen! Wo trefft ihr euch?"

"Nur so nebenbei.. du benutzt immernoch die Gleiche, wie damals in der Abtei." Kai grinste. Immerhin hatten sie sich damals ein Zimmer geteielt. Und als er in dem Badezimmer von Tala war, hatte er die Zahnpaste sofort wiedererkannt.
"Hn... das war... lass micht lügen... Ein Grieche in der 6th. Avenue..."

Tala verzog das Gesicht, nickte dann aber zustimmend und lächelte.
"Ja, hast Recht, ist immer noch dieselbe!"
Dennoch hatte er Mühe, den Gedanken, dass es ein Fehler gewesen war, Kai einzustellen zurückzudrängen. Wie lange würde es immerhin dauern, bis dieser mit seiner Auffassungs- und Beobachtungsgabe hinter den Mantel der Firma sah und erkannte, worum es hier wirklich ging. Und Tala konnte sich vorstellen, dass er dann Feuer am Dach hatte.
"Gut, Griechisch also...ich werde dasein...mal sehen, was der Kerl so unbedingt will..."

"Schön. Danke." So musste er nur ein Geschäft erledigen. Das würde er sicher noch irgendwie hinbekommen. "Ich ruf dich an, falls sich etwas ändern sollte, okay?" Ein Blick auf die Uhr, dann stand er auf. "Ich muss dann los." Die Aktentasche schnappte er sich, verabschiedete sich dann von dem Rothaarigen und fuhr zu dem nächsten Treffen.
Während eines angenehmen Mittagessens, konnte er mit dem Besitzer sehr gut verhandeln. Der Mann war zurückhaltend und ging schnell auf den geforderten Preis ein. So verging die Zeit und er war auf dem Weg zu dem Griechen.
Es gab nur einen in der Straße und das Treffen sollte davor stadtfinden. Also positionierte er sich an einen der Stehtische und wartete.

Dieses Mal war Tala nicht vor ihm da und er musste auch noch ein wenig länger warte, ehe dieser im Laufschritt um die Ecke bog, den Blick suchend auf die Tische des Ladens gerichtet. Erst als er Kai alleine dort stehen sah, wurde er etwas langsamer, war sich endlich sicher, dass er nicht zu spät kommen würde. Gemächlicher nun trat er zu diesem.
"Wie ist es gelaufen?", wollte er dann auch gleich wissen, ehe er sich ein weiteres Mineralwasser beim vorbeieilenden Kellner, der bisher noch keine Zeit gehabt hatte, Kai zu bedienen bestellte. Tala selbst hatte bis vor einer halben Stunde mit seinem Kontaktmann versucht, herauszubekommen, um wen es sich bei dem gegnerischen Grundstücksaufkäufer handelte, aber sie hatten keinen Erfolg gehabt. Und das irritierte den Rotschopf nun doch. Wäre es nur ein normaler Geschäftsmann gewesen, der glaubte, hier eine Marktlücke und leicht auszustechende Konkurrenz zu haben, so würde dessen Leben nun schon vor Tala ausgebreitet liegen. So aber wusste er rein gar nichts, was die Absichten des Kontrahenten, mehr als nur undurchsichtig machte und zudem gefährlicher erschienen ließ. Tala glaubte nicht, dass es dem Mann nur darum ging, ihnen Grundstücke vor der Nase wegzukaufen. Da musste noch etwas anderes sein.

Kai sah auf, hatte doch eigentlich den Geschäftspartner erwartet, aber es war Tala. Jetzt war er zwar beruhigt, dass er das nicht alleine durchstehen musste, aber trotzdem... Wo war dieser Typ? "Gut. Ich hab das Grundstück für 15.000 bekommen. Er hat mir den Preis gleich genannt und eingetragen." Es war zwar überraschend gewesen, aber Kai hatte das als nicht so schlimm empfunden.
"Er ist zu spät." Der silberhaarige hatte auf seine Uhr gesehen, seufzte dann leise. "Vielleicht sollten wir gehen?"
Doch daraus würde nichts werden. Denn keine Skeunde später hörte man lautes Schreien und Kreischen, quietschende Reifen. Ein mtallicfrabener Wagen fuhr genau auf das griechische Restaurant zu. Genauer... auf den Platz von Kai.

Tala hatte gerade zu einer Antwort ansetzen wollen, die in etwa besagte, dass man dem Mann doch etwas Zeit lassen könnte, hob nun aber nur erschrocken den Blick und sah das Fahrzeug auf ihren Tisch zurasen. Nach einer Schrecksekunde, reagierte er aber mit der gewohnten Kaltblütigkeit, gab dem Tisch, an dem sie standen, einen Stoß, sodass dieser in Richtung der Windschutzscheibe schoss, trat dann einen Schritt vor, packte Kai am Oberarm und riss ihn an sich, um sich dann einfach nach hinten fallen zu lassen. Das Leben innerhalb einer Organisation wie die Mafia eine war, schärfte die Sinne und die Reflexe.

Kai war erstarrt zur Salzsäule. Er konnte sich nicht bewegen, selbst wenn er es gewollt hätte. Doch Talas Einsatz riss ihn aus seinem Schockzustand. Er drückte sich an den Rothaarigen, kniff die Augen zusammen. Sein Leben wie zog in einem kurzen SPielfilm an ihm vorbei. Sollte es so~ Enden?
Doch nichts. Als er sich traute, ein Auge zu öffnen, sah er Tala neben sich. Staub war aufgewirbelt wurden und nur 5 Meter neben ihnen stand das Fahrzeug. Doch merh als ein paar Schrammen an den Armen und im Gesicht, hatten beide nicht davon getragen...

"Kai? Bist du unverletzt?"
Tala hatte ihn an den Oberarmen gepackt, musterte ihn wachsam, auf jede Bewegung gespannt. Erst als er ein zögerliches Nicken erhielt, war er zufrieden, schob den Silberhaarigen sanft beiseite und sprang dann auf. Sein Rücken schmerzte, den Arm hatte er sich wohl auch geprellt, aber ansonsten ging es ihm gut. Erst mal musste er sich um den Idioten kümmern, der da hinter dem Steuer gesessen war. Wütend riss er die Beifahrertür auf, wollte schon im Inneren nach dem Kragen des Lenkers greifen und diesen auf Millimetergröße zusammenstauchen. Doch der Fahrerplatz war leer, die Tür stand weit offen.
Der Mistkerl war getürmt. Rasch hob Tala den Blick, sah sich um, suchte die Gegend nach einem laufenden Mann ab, aber es war zu spät. Bis auf ein paar Gaffer und Schaulustige war niemand mehr zu erkennen.
"Verdammt!" Mit einem wütenden Gesichtausdruck warf er die Tür wieder ins Schloss, marschierte dann um den Wagen herum und besah sich das Nummernschild. Wahrscheinlich würden Nachforschungen ergeben, dass der Wagen gestohlen war, aber für den Moment war das alles, was sie hatten. Er fuhr sich fahrig durch die Haare, drehte sich dann wieder zu Kai um, ging auf diesen zu und dann vor diesem in die Hocke.
"Alles klar? Kannst du aufstehen? Soll ich dich in ein Krankenhaus bringen?"

Kai sah kurz zu dem Wagen, dann zu Tala. Leicht schüttelte er den Kopf. "Ich glaub nicht.." Er stand langsam auf, klopfte sich den Staub weg. Eine kleine Wunde hatte er am Handgelenk, doch mehr war ihm nicht passiert. "War das Absicht?"
Irgendwie konnte er sich das nicht vorstellen... dennoch war es wahrscheinlich. In New York war alles möglich.

Tala blieb vorläufig in der Hocke, sah zu Kai hoch, dann auf den Wagen, der nun fahrerlos dastand. Er würde nicht von vornherein ausschließen, dass es Absicht war. Doch warum sollte man Kai angreifen? Es wäre nicht das erste Attentat auf ihn, aber der Silberharrige hatte nun wirklich nichts damit zu tun.
"Ich weiß es nicht...", murmelte er deswegen nur abwesend, stand dann doch auf, streckte den Arm durch und verzog das Gesicht, als dieser ungesund knackte.
"Auf jeden Fall sollten wir jetzt verschwinden, ehe die Polizei kommt und uns lästige Fragen stellt. Hol uns doch schon einmal ein Taxi, ich komme gleich nach!"
Die eisblauen Augen lagen noch kurz auf Kai, richteten sich dann auf den Besitzer des griechischen Ladens. Tala würde ihm seine Adresse hierlassen, falls die Polizei Fragen an ihn hätte.

Kai nickte, holte sien Handy aus der Hosentasche und rief den Txiservice an. Gleich würde einer der gelben Wagen hier halten und sie würden verschwinden.
Keine Minute später saß Kai mit Tala auch schon in dem Wagen. Er atmete tief druch, wischte mit einem Taschentuch das Blut von seiner Hand.

"Wenn es dir soweit gut geht, dann würde ich dich bitten, einige weitere Nachforschungen anzustellen, sobald wir wieder in der Firma sind!"
Talas Blick war zum Seitenfenster gewandt, seine Stimme klang nachdenklich und er sprach weiter, ohne auf eine Antwort zu warten.
"Ich weiß nicht, wie gut du wirklich in diesen Dingen bist, aber ich denke, es ist eine Herausforderung. Ich will wissen, was es mit diesem Unfall gerade eben auf sich hat. Außerdem sollst du noch mehr über unseren Kunden, der heute so plötzlich nicht aufgetaucht ist, herausfinden."

"Egal wie?" Kai wusste, dass Tala diese Sache ernst war. Er sah aus dem Fenster und schien er wo anders, als bei ihm. Tyische Anzeichen.

"Egal wie...", stimmte Tala zu, nickte nur kurz.
Irgendetwas war hier im Busch und es gefiel ihm nicht. Das hier war erst der Auftakt für etwas Größeres gewesen, dessen war sich Tala sicher.
"Egal wie und so schnell wie möglich. Wann glaubst du, dass du Informationen hast?", wollte er dann plötzlich wieder voll bei der Sache wissen, den Blick zu Kai gerichtet.

Dieser zuckt emit den Schultern. Da er jetzt alles durfte~.. "Hn... weiß nicht. Ich bräuchte nen besseren Pc... und die Erlaubnis, auch länger als bis 18 Uhr zu arbeiten." Er grinste ihn an. "Dann vielleicht... 4 Stunden?" Er wusste nicht, wie gut diese Dinge verschlüsselt waren, welche Sicherheitsmaßnahmen der Typ getroffen hatte, wenn er geheim bleiben wollte.

"Von mir aus..."
Talas Zustimmung klang knapp, denn schon im nächsten Moment hatte er sein Handy aus der Tasche gefischt, eine Nummer gewählt und wartete nun darauf, dass sein Gesprächspartner den Anruf abnahm. In kurzen Worten erklärte er dann, dass er innerhalb der nächsten halben Stunde einen neuen Rechner in Kais Büro stehen haben wollte, welcher mit seinen Spezifikationen für alle Einsätze gewappnet war. Dann war das Gespräch auch schon wieder beendet.
"Sonst noch was?"

Der silberhaarige schüttelte den Kopf. "Nicht wirklich." Er lehnte sich zurück, dachte kurz nach. Leicht würde es wohl nicht werden, aber ein Versuch war es Wert.
Eine halbe Stunde später waren sie an der Firma angekommen. Zusammen mit dem Rothaarigen stieg Kai aus, fuhr hoch zu seinem Büro.

Dort war gerade ein Mann dabei, den PC aufzubauen, war aber innerhalb der nächsten paar Minuten mit dieser Arbeit fertig.
"Ich erwarte dann die Ergebnisse!"
Tala nickte Kai zu, verschwand dann in sein eigenes Büro, zog die Tür hinter sich ins Schloss. Die Telefongespräche, die er nun zu führen beabsichtigte, gingen niemanden etwas an - am allerwenigstens Kai.

Dieser machte sich sofort ans Werk. Schon in der Abtei war sein.. zweitbester Freund, der PC gewesen. Immer wenn Tala unterwegs wa,r hatte er sich mit Informatik und Technik auseinander gesetzt. Das kam ihm wohl jetzt zu gute.
Es dauerte ein paar Stunden, bis er einige Informationen zusammen hatte. Mehr oder weniger. Um null Uhr war er fertig. Mit der traurigen Zwischenbilanz. Er ging zu Tala, legte ihm ein Blatt auf den Tisch.
"Den Mann gibt es nicht. Das Grundstück läuft über einen Namen, der nirgends verzeichnet ist. Sogesehen gibts es nicht mal einen Grundbesitzer. Und die Informationen über das Grundstück sind ebenso falsch. Die Adresse stimmt und es ist leer, doch gehört es der Stadt und ich habe mich erkundigt. Da soll ein Spielplatz drauf entstehen. Das Auto ist als gestohlen gemeldet. Der fahrer ist ein verheirateter Mann mit zwei Kindern... Maurer, wenn ich nicht falsch liege."

Tala nickte, senkte den Kopf auf den Zettel, auf dem die magere Ausbeute stand. Er hatte sich schon so etwas gedacht. Wer auch immer hinter dem Ganzen steckte, kannte sich aus und ging keine Risiken ein.
"Auf jeden Fall können wir jetzt ausschließen, dass es sich bei dem kleinen Zwischenfall heute um einen Unfall gehandelt hat...die Frage ist nur...wer steckt dahinter. Okay, nächste Aufgabe...finde heraus, wer wie ein Wilder die Grundstücke aufkauft. Ich bin sicher, er hat etwas damit zu tun!"

Kai nickte. "Ich hab die IP Adresse schon." Er lächelte. "Das Problem ist nur... Der Typ scheint eine FIrma zu haben. Jedes Grundstück hat soziemlich seine eigene Nummer. Und ich kann mich leider in keine FIrmencomuter einhecken, ohen das es auffällt." So gut war er leider nicht, auch wenn er es gerne getan hätte.

"Na gut...kann man nichts machen. Es ist spät. Gute Nacht, Kai!"
Tala griff nach dem Zettel, den Kai ihm hingelegt hatte, lehnte sich dann in seinem Stuhl zurück und musterte die Informationen noch einmal. Dass der Silberhaarige noch hier war, hatte er scheinbar schon fast vergessen.
"Ach ja...haben wir für morgen noch Termine zum Grundstückkauf? Die übernehme sonst ich!"

Kai schüttelte den Kopf. "Nein. Sie wurden abgesegt, da jemand schneller war als wir. Man hat einen großen Betrag gezahlt, um das Grundstück zu kaufen. Tut mir Leid."
Er seufzte leise, nahm seine brille ab und streckte sich kurz. "Gute Nacht." Er würde sich ein Taxi nehmen und nach Hause fahren.

"Macht nichts...dieser jemand wird sich nicht mehr lange darüber freuen, dass er uns die Grundstücke vor der Nase weggeschnappt hat..."
Das Lächeln, das sich bei diesen Worten auf Talas Lippen schlich, war schwer zu beschreiben. Aber auf jeden Fall wirkte es gefährlich mit einem Hauch von sadistischer Verspieltheit.
"Er weiß nur noch nicht, wen er sich zum Spielen ausgesucht hat...das ist sein Problem!"
Das Lächeln verschwand als Tala Kai wieder ansah.
"Gute Nacht, danke für deine Hilfe!"

"Gute Nacht." Er lächelte, auch wenn ihn dieser Ausdruck in Talas Augen eben verängstigt hatte. "Bis morgen." Wenn ihn nicht wieder ein Auto anfahren sollte.
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Als das Taxi vor seiner Wohnung hielt, kamen ihm ein paar zwielichtige Typen entgegen. Eigentlich wollte er schnell in seine Wohnung, doch daraus wurde nichts. Die Männer fingen ihn ab. 10 an der Zahl. Sie drängten den Silberhaarigne in eine Seitengasse, schlugen dann auf ihn ein. Kai hatte keien Chance, sich auch nur kurz zu Schützen, oder sich gar zu Verteidigen.
Das Marthyrium endete nach einer Stunde, treten und schlagen. Zusammengekauert lag Kai auf dem Boden, umklammerte seinen Magen und hatte Probleme, einen Brechreiz zu unterdrücken. Er konnte nicht aufstehen, geschweige denn, sich bewegen. Die Männer waren schon längst verschwunden.

Tala hob just in diesem Moment den Kopf. Irgendetwas war seltsam, irgendetwas hatte ihn gestört. Er konnte aber nicht sagen, was es war, worin genau dieses seltsame Gefühl bestand. Es war ein Drängen in der Magengrube. Aber ein Drängen, worauf? Noch einmal senkte er den Kopf, versuchte sich auf die Zeilen zu konzentrieren, die da vor ihm lagen, aber so ganz wollte es ihm nicht gelingen. Kais Gesicht erschien immer und immer wieder vor seinem geistigen Auge. Nicht, dass das etwas Neues gewesen wäre, aber langsam hatte er es unter Kontrolle gehabt. Nicht heute. Er konnte sich einfach nicht mehr konzentrieren. Von einer Sekunde auf die andere ging nichts mehr. Er schielte zu seinem Handy, seufzte, drehte den Kopf wieder weg - und tappte dann doch danach.
Nur um sicherzugehen, wie er sich selbst einredete. Rasch war Kais Nummer gefunden und angewählt.

Ein Klingeln riss ihn aus seinem leichten Schlaf. Erschöpft öffnete er die Augen, sah sein Handy ein Sütck von ihm entfernt auf dem Bodne liegen. Er spürte Wassertropfen. Schön, Jetzt regnete es noch auf sein Handy...
Er ließ sich auf den Boden fallen, öffnete unter Schmerzen die klappe des Handys. "Hn?"
Auf dem Display konnte er den Schriftzug 'tala' erkennen. "Hil... fe..."

Der Rotschopf, der sich mit seinem Drehsessel in Richtung Fensterfront gedreht und schon mehrmals wieder auflegen hatte wollen, sprang angesichts der schwachen Stimme auf.
"Kai? Was ist los? Wo bist du?"
Die Finger hatten sich um das Mobiltelefon gekrallt, die Gesichtsfarbe Talas war ein wenig blasser geworden. Was war hier los?

"Zu.. hau.. se." brachte er hervor. Klappte dann Zusammen. Mehr kam nicht zurück, nur noch ein Blinken des Akkus, welcher anzeigte, dass er leer war, dann ging das Handy aus und Tala hörte nichts mehr außer das Rauschen des Telefons.

"Scheiße..." Einen Moment war der Rotschopf versucht das Handy gegen die nächste Wand zu feuern. In solchen Situationen neigte er zur Impulsivität, die meist ihm oder einem anderen zum Verhängnis wurde. Nun aber, atmtete er erst einmal tief durch, schnappte sich dann seine Jacke, warf sich diese über die Schultern und stand schon wenig später im einsetztenden Regen auf der Straße, winkte einem Taxi.
Die Minuten zu Kais Wohnung zogen sich wie Gummi und endlich dort drückte er dem Taxifahrer nur einen viel zu großen Schein in die Hand und sprang aus dem Fahrzeug.
Wie wild drückte er nur Sekunden später auf die Klingen, die zu Kais Wohnung gehörte, versuchte zeitgleich diesen erneut anzurufen.

Dumemrweise war er nicht zu Hause, sondern immernoch in der Seitengasse. Das Handy aus und Kai selbst lag durchnässt im Dreck. Die Ohnmacht hatte ihn überrant und er konnte sich nicht mehr melden. So musste er Rothaarige vor der Tür warten, warten auf nichts.

"Kai? Bist du da?"
Tala wusste, dass er gerade ein sehr dummes Bild abgab, wie er da vor dem Haus stand und die Fassade hochbrüllte. Lange würde hier ohnehin nicht mehr stehen, denn dann hätte man die Polizei gerufen. Schnell versicherte er sich, in welchem Stock Kai wohnte, wollte dann zur Feuertreppe laufen, um so in das Gebäude zu kommen.
Immerhin würde ihn nach Mitternach wohl kaum noch einer der anderen Hausbewohner aufmachen. Doch so weit sollte er gar nicht kommen, denn gleich nachdem er in die Seitenstraße eingebogen war, fiel er beinahe über eine liegende Gestalt.
"Verflucht, was...Kai?"
Verwunderung, Entsetzen und Sorge machten sich gleichermaßen in Tala breit, als er seinen Assistenten erkannte, sofort auf die Knie fiel, diesen an sich zog und ihn leicht schüttelte.
"Kai? Hörst du mich?"

Das schütteln ließ ihn wach werden. Kurzzeitig. "Hn.. Tala?" Ein Lächeln erschien auf seinem gesicht. Dann musste er husten. "Mein.. Bauch tut weh." murmelte er, spuckte Blut und klappte dann wieder in Talas Armen zusammen.

Talas Erleichterung, als Kai die Augen aufgeschlagen hatte, verschwand sofort wieder. Er zog den Silberhaarigen enger an sich, strich ihm erst einmal die nassen Haare aus dem Gesicht, sah erst dann das Blut.
"Keine Sorge, jetzt bin ich ja da...", murmelte er leise, sich bewusst, dass Kai ihn nicht mehr hörte. Mit festem Griff hob er den jungen Mann hoch, drückte ihn an seine Brust, ehe er mit schnellen, hektisch anmutenden Schritten die Seitenstraße verließ, den nächsten Taxistand anstrebte. Kai musste dringend in ein Krankenhaus.

Keine 10 Minuten später lag Kai im Operationsaal. Die Blutung in seinem Magen wurde gestoppt. Komplikationen entstanden nicht und so wurde der silberhaarige eine Stunde später in den Aufwachraum gebracht, während Tala die Zeit draußen verbingen muss, da er kein Verwandter von Kai war.
Am Morgen erwachte Kai aus seinem Schlaf. Als er in ein Einzelzimmer gebracht wurd,e ließen sie auch den Rothaarigen endlich zu ihm. Kai war eingewickelt in Verbänden. Er hatte einige Prellungen am Brustkorb, den Händen und Armen. 3 Geprellte Rippen hatte er davongetragen. Kratzer fand man im Gesicht und tiefere Schnittwunden an seinen Händen, da er mit diesne sein gesicht geschützt hatte. Doch das würde alles nach einiger Zeit Heilen.

Talas Lächeln wirkte müde, aber dennoch erleichtert. Man sah ihm an, dass er eine schlaflose Nacht hinter sich hatte. Dennoch riss er sich zusammen, setzte sich an Kais Bett und strich diesem sacht ein paar der Haarsträhnen, die ihm ins Gesicht gefallen waren, weg.
"Man kann dich auch wirklich keine Sekunde allein lassen, was?", spottete er dann sanft, den Blick über die Verbände und Pflaster gleiten lassend.
"Und dann muss man dich auch noch suchen gehen..."

Kai nahm sich kurz die Atemmaske ab. "Sorry." nuschelte er dann, setzte sich das Ding wieder auf. Ihm tat alles weh, verständlich. Aber Kai war froh, dass Tala hier war. Alleine würde er das nicht durchstehen wollen und können.

"Schon okay..."
Tala lächelte sach, strich sich dann selbst über die müden Augen. Es hatte nicht unbedingt gut ausgesehen für Kai und dementsprechend hatte er keine ruhige Minute gefunden.
"Die Ärzte haben gemeint, du musst noch ein paar Tage hier bleiben, bis du wieder Bäume ausreißen und dich mit Kleinkriminellen prügeln kannst."
Er lehnte sich etwas zurück, stützte sich auf der Matratze ab und dachte scheinbar über etwas nach.
"Ich muss dann gleich in die Firma...aber ich versprech dir, dass ich am Abend wieder vorbeikomme. Am besten du schläfst in der Zwischenzeit ein wenig."

Der silberhaarige nickte. Was würde er nur dafür tun, jetzt auch in die Firma fahren zu können. Er hasste Krankenhäuser... und auch das Essen. Da half es ihm auch nichts, wenn er schlaf. Vielleicht sollte er eine Schwester um ein Schlafmittel bitten, alleine würde er das sicher nicht schaffen.
Wieder nahm er die Maske ab, lächelte. "Du siehst aber auch müde aus. Kipp.. nicht um." Er setzte sich die Maske wieder auf.

"Ich?"
Der Blick aus eisblauen Augen wurde sanft.
"Ach was...du kennst mich doch...ich bin es gewöhnt, mehrere Tage ohne Schlaf auszukommen. Also...pass auf dich auf, ich bin bald wieder da!"
Noch einmal strich Tala durch die silbrigen Haare, beugte sich dann tiefer, nutzte die Gunst der Stunde und hauchte Kai einen Kuss auf die Stirn.

Der Silberhaarige schloss kurz die Augen. Vielleicht war er einfach zu schwach, um sich gegen Tala zu wehrn... oder er versuchte nur, den anderen zu verstehen.
Als Tala das Krankenzimmer verlassen hatte, schloss er die Augen, versuchte etwas Schlaf zu finden. Wie er es erhahnt hatte, duaerte es eine Weile. Zum Mittag wurde er auch schon wieder geweckt, um zu Essen. Ganz toll. Die Medikamente durfte er danna uch gleich schlucken, dann schlief er weiter, bis es Abendbrot gab.

Dennoch musste er sich dann einige Stunden gedulden, ehe Tala die Tür zum Krankenzimmer öffnete. Die Haare waren noch feucht, deuteten daraufhin, dass der Rothaarige noch schnell unter die Dusche gehüpft war, ehe er zu Kais Besuch geeilt war.
"Guten Abend! Ich hoffe, du warst brav und ich höre keine Beschwerden?"
Die fröhliche Stimme täuschte perfekt darüber hinweg, dass der heutige Tag nichts Neues an Informationen gebracht hatten.

Lächelnd schüttelte er den Kopf. Er war erleichtert, als endlich jemand seine Ruhe störte. Einen Fernseher sowie Laptop oder Radio hatte er nämlich nicht. Nur das Telefon war da, aber wen sollte er anrufen? Seine Katze?... Wer kümmerte sich jetzt eigentlich um Jerry?!
Kai nahm die Maske ab, atmete tief durch. "Wie wars auf der Arbeit?"

Tala zuckte mit den Schultern, ließ sich wieder am Rand des Bettes nieder.
"Nichts Besonderes, so wie immer...", gab er dann unumwunden zu, streckte sich erst einmal durch und schlug dann ein Bein locker über das andere.
"Du hast nichts versäumt...ich hatte ziemlich einiges zu tun, um die gestrigen Verkäufe fix zu machen."

"Dann ist gut." Er atmete wieder den Sauerstoff ein. "Dir liegt doch was auf der Seele." Er kannte Tala und sah doch, dass etwas nicht stimmte. "Ich hab das Gefühl... das du mir.. was.. verheimlichst."

"Ich dir?"
Tala sah verwundert hoch, lächelte dann. "Was sollte ich dir schon verheimlichen? Du träumst, Kai. Genauso wie du früher auch schon immer geträumt hast...erinnerst du dich...davon, dass du einmal reich sein wirst, dass du Erfolg haben wirst. Ich hör dich immer noch reden!"
Tala lachte leise auf, rutschte dann von der Matratze auf einen der Besuchersessel.

"..." Er konnte darüber nicht~ lachen. "Ich hab mehr Erfolg... als ich.. damals gedacht.. habe.. und schlecht.. verdiene ich auch.. nicht." Er hustete, setzte die dumme Maske wieder auf. Das war gemein von Tala! Das war sein Traum gewesen, an dem er immer noch festhielt und dem er jeden Tag ein Stück näher kam.
"Und ich glaube... trotzdem... das du mir.. nicht alles sagst."

"Denk doch, was du willst..."
Tala winkte ab. Er wollte nicht mit Kai über den Nichtvorangang seiner Nachforschungen reden, nicht davon, was er vermutete.
"Du sollest dir über andere Sachen Gedanken machen. Zum Beispiel darüber, schnell wieder gesund zu werden. Immerhin brauche ich meinen Assistenten."

"Schon klar." Er schüttelte den Kopf, sah zur Uhr und griff dann zu den Tabletten, die er noch schlucken musste. Mit ein bisschen Wasser würgte er sie herunter, verzog das Gesicht. Er hasste Tabletten. Wenn es möglich war umging er das immer. Aspirin nahm er sehr selten.. es zerstörte eh nur die Magenschleimhaut.

"Also? Was kann ich für dich tun? Brauchst du irgendetwas?"
Tala wechselte einfach das Thema, machte sich nicht die Mühe noch länger auf Kais vorwurfsvollen Blick einzugehen. Das hier ging nur ihn etwas an und damit musste sich Kai zufrieden geben.

Er überlegte kurz. "Nen Laptop und Arbeit, das würde mir reichen." Notfalls auch ein GameBoy oder irgendetwas, womit er sich seine Zeit vertreiben konnte. "Ein Buch wäre auch... nicht schlecht... Ach... und könntest du Jerry füttern?" Seine Katze bedeutete ihm viel und wenn sie während der zwei Wochen verhungern würde, wäre das für Kai eine kleine Apocalypse.

"Wer ist Jerry?", wollte Tala in diesem Moment auch schon mit einem reichlich unintelligent wirkenden Gesichtsausdruck wissen, schien sich dann aber an etwas zu erinnern.
"Ach, die Katze, nicht? Ja, sicher...ich werd mal schauen, was sich machen lässt. Laptops sind hier leider nicht erlaubt, aber ich kann dir ein Buch vorbeibringen. Soll ich dir eines aus deiner Wohnung mitnehmen oder lieber ein neues kaufen?"
Tala entspannte sich wieder, nun, da das Gespräch von seinem 'Geheimnis' wegging. Er musterte Kai, der immer noch blass in den Kissen lag, lächelte dann. Er war unendlich froh, dass dieser wieder auf dem Weg der Besserung und er, Tala, ihn noch rechtzeitig gefunden hatte.

"Ich hab... ein Buch in der.. Küche liegen." Einen kleinen Roman von Peter May. Eine amerikanische Pathologin verliebt sich in einen chinesischen Polizisten und die beiden müssen gemeinsam die schwirigsten Fälle lösen. Ziemlich gut geschrieben. Kai mochte die Kriminal-Reihe.
Auch Kai lächelte, als der Rothaarige ihn so anstrahlte. "Was ist?"

"Hm? Ach, nichts weiter..."
Tala winkte ab, stützte dann einen Arm auf das angewinkelte Knie und legte den Kopf in die Handfläche.
"Ich bin nur froh, dass es dir verhältnismäßig gut geht, dass ich dich noch rechtzeitig gefunden habe. Das ist doch erlaubt, oder?"
Er zwinkerte Kai fast schon vergnügt zu.

Dieser nickte. Tala~... sein Lebensretter. Was er nur ohne den Rothaarigen getan hätte.. Wahrscheinlich würde er immernoch in der Seitenstraße liegen... und tot sein. "Ich hab nichts dagegen gesagt, oder?" Er lächelte.
Dann ging die Tür auf. Die Schwester -eine Bulldogge in Person- kam herein. "Jetzt ist aber langsam Schluss. Unser Patient soll ja gesund werden und dazu muss er schlafen." Sie sah Tala sauer an.

Dieser hatte ihr lediglich den Blick zugewandt, lächelte sie nun ausnehmend freundlich an.
"Nun, das hat er sicher den ganzen Tag über gemacht. Er wird also zwischenzeitlich auch einmal wach sein müssen und diese Zeit verkürze ich ihm. Sie haben doch nichts dagegen, oder?"
Dass sie etwas dagegen hatte, sah man ihr an - und dazu brauchte man nicht einmal ein besonders feinfühliger Mensch zu sein.

"Ich denke nicht, dass sie das zu Entscheiden haben. Halten sie sich an die Regeln des Krankenhauses. In 5 Minuten sind sie hier raus." Sie verließ das Zimmer, schaffte es sogar, die Tür nicht hinter sich zuknallen zu lassen.
Kai seufzte leise. "Sie hat mir.. auch meine Tabletten.. reingewürgt." Lieber hätte er so eien Schwester gehabt, wie sie in allen Fernsehsendungen gezeigt wurden.

"Ich tippe auf sexuell frustriert!", stellte Tala trocken klar. Er hatte nicht die Absicht sich von so einer Beißzange vertreiben zu lassen und so machte er es sich auf dem Sessel noch bequemer.
"Weißt du schon, wann du wieder raus darfst? Hab leider keinen Doktor auf dem Weg getroffen!"

Er musste kurz lachen. Ja, das konnte gut möglich sein. So sah sie auch aus, wenn Kai ehrlich war. Er kuschelte sich zurück in die Kissen, sah zu Tala, der es sich auch bequem machte. "In zwei Wochen, wenn ich mich bis dahin so fit fühlen sollte." Er zeigte zu der Atemmaske. "DIe kommt.. morgen wahrscheinlich.. endlich weg..."

"Schön..." Tala nickte zustimmend. 2 Wochen? Ein sehr langer Zeitraum, wie er sich eingestehen musste.
"Bis du rauskommst, bist du vor Langweile gestorben, meinst du nicht auch?"
Oh, garantiert, immerhin war dem Silberhaarigen jetzt schon sterbenslangweilig.

Kai nickte. "Aber ich darf ja... nicht mal aufstehen." Der Silberhaarige hatte Glück, dass er jetzt noch so viel schlafen konnte... Aber sobald er mehr Zeit im wachen Zustand alleine verbringen musste... er würde umkommen. Der Raum war weiß, bis auf ein paar kleinen Blumen, die als Deko dastanden.

"Oh, das wird auch gut sein, dass du liegen bleibst. Hat gestern nicht sehr nett ausgesehen. Nein, bleib mal schön liegen und ruh dich aus....ts, da stellt man einen Assistenten ein und der fällt schon nach dem dritten Arbeitstag für mehr als zwei Wochen aus..."
Man konnte Tala ansehen, dass er die Worte nicht so ernst meinte, wie er sie sagte.

Es tat ihm ja leid, natürlich wollte er lieber arbeiten, als hier faul rumliegen. Das war keine Frage. "Ich wusste nicht mal.. das in dem Viertel.. Sone Typen rumlaufen." Bisher hatte es dort nie solche Zwischenfälle gegeben. "Wenn ich hier raus bin, pass ich... besser auf mich auf, versprochen."

"Oh, das will ich doch hoffen. Immerhin ist Supertala nicht immer da, um zu deiner Rettung zu eilen!"
Talas eisblaue Augen blitzten auf, während er sich ein klein wenig näher zu Kai beugte, diesen fixierte.
"Du kannst natürlich auch zu mir ziehen, dann passiert dir sowas nie wieder, weil du nach der Arbeit das Gebäude gar nicht mehr verlassen musst!"

Kai rutschte in seine Kissen etwas zurück, war verunsichert. Damit hatte er nich gerechnet. Und irgendwie doch. Nach der einen Nacht... Unsicher fixierte er einen imaginären Punkt in der Luft, sah nur nicht zu Tala.. "Ich denk... ehr nicht.. wegen Miete und.. Jerry... und so.."

"Nun, wir werden sehen!"
Kai war es von Tala gewöhnt, dass dieser eigentlich abschlägige Antworten als 'Vielleichts' hinnahm, immer das heraushörte, was er gerne hören wollte - oder was diesem wenigstens nahe kam.
"Du hast ja jetzt Zeit darüber nachzudenken - viel Zeit, wenn ich es mir genau überlege. Dann sehen wir weiter!"

Der Silberhaarige nickte einfach. Auch wenn sich seine 'antwort' wohl nicht ändern würde. Er würde immer wieder versuchen, Ausflüchte zu erfinden, die dann irgendwann in einem 'nein' enden würden. Sicher wäre diese Variante sicherer~, aber es war ja auch nicht so, dass Kai jeden Tag verprügelt wurde. Er war nicht mehr in der Schule -wobei er dort auch nie verprügelt worden war.

"Gut, dann...ich werd mich dann mal wieder vom Acker machen. Du hast den Drachen ja gehört. Er war der Ansicht, du musst noch schlafen!"
Tala grinste, war bereits aufgestanden und ging nun bereits in Richtung Tür.
"Deinen Schlüssel habe ich, ich werd mal das Raubtier füttern gehen! Ich komm dann vielleicht morgen wieder vorbei! Gute Nacht!"

Kai nickte wieder. "Gute Nacht."
In den nächsten zwei Wochen waren seine einzigsten Highlits der Besuch der Krankenschwester -Zwecks Essen udn Medikament vergabe- und natürlich die Besuche von Tala. Das Buch, was er ihm mitgebracht hatte, konnte er endlich auslesen... Nur die Antwort, die Tala haben wollte, hatte er innerhalb dieser zwei Wochen nicht zuhören bekommen. Kai war dem Thema geschickt ausgewichen.
Der silberhaarige hatte seine Sporttasch egpackt -Tala hatte ihm Sachen gebracht gehabt- und wartete nur noch auf den Arzt, der ihn entlassen würde. Natürlich würde ihm gesagt, er solel viel Schlafen, nicht schwer heben und die Arbeit sowieso nicht so schnell in Angriff nehmen...
14.10.06 15:43


Der Morgen danach

Kai streckte sich. Etwas verschlafen sah er sich in dem Raum um... nur langsam dämmerte es dem Silberhaarigen, was gestern passiert war. Als er sich aufgerichtete hattem gähnte er, sah dann auf Tala hinunter der neben ihm lag... "..."
Sein Blick glitt von dem Schlafenden, durch den Raum. Hier war er eindeutig nicht zu Hause. War das doch kein Traum gewesen? War das~ wirklich passiert? Kopfschüttelnd stand Kai auf, konnte und wollte~ das nicht fassen. Ohne dabei laut zu sein, verließ er das Schlafzimmer, ging in das bad und zog sich an.

Tala bekam von Kais plötzlichem Verschwinden anfänglich nichts mit. Zu tief im Schlaf gefangen, registrierte sein Unterbewusstsein zwar, dass die Wärmequelle weg war, doch wirklich wach wurde er deshalb noch nicht. Leise murmelnd drehte er sich nur in die Richtung, wo bis gerade eben noch Kai geschlafen hatte. Ein Arm wurde um das Kissen geschlungen, das Bein nach vorne auf die noch warme Matratze geschoben. Der Gesichtsausdruck blieb weiterhin ruhig, wirkte aufgrund der geschlossenen Augen sogar friedlich. Vereinzelte Haarsträhnen hingen in die Stirn, wurden dann doch irgendwann mit einer fahrigen Geste beiseite geschoben, als Tala durch ein Geräusch oder eine Ahnung wach wurde. Erst noch unkoordiniert schlug er die Augen auf, sah sich um, fragte ihn, was ihn geweckt haben mochte. Auf den ersten Blick wirkte alles so wie immer. Nur langsam sickerte die Erinnerung zurück in sein Hirn - nämlich in dem Maße, in dem der Schlaf daraus verschwand. Kai! Wo war der Silberhaarige? Sollte er am Ende bereits das Weite gesucht haben? Überstürzt die Wohnung verlassen? Tala runzelte die Stirn, drehte sich dann aber lediglich wieder auf den Rücken und seufzte laut auf. Schöne Bescherung das...

Er betrachtete sich im Spiegel. Bis auf leichte Schmerzen an gewissen Stellen, ging es ihm recht gut.. So gut, wie es einem nach soetwas halt gut gehen konnte. Er seufzte leise, überlegte, was er jetzt tun sollte. Er könnte hier bleiben... keine Frage... Aber es gab eine andere Variante, die ihm mehr.. zusagte.


Kai verließ das badezimmer, ging in die Küche und schrieb Tala einen Zettel. "Tut mir Leid. Muss zu meinem Kater. Bis nachher. Kai." Arbeiten müsste er ja heute auch.
Jerry wartete auch wirklich schona uf ihn. Er streichelte kurz durch das rotbraune Fell, bereitete der Katze dann etwas zu essen vor. Zwar war Jerry etwas sauer, doch angesichts des Essens war alles wieder vergessen.
Pünktlich~ erschien Kai dann zur Arbeit.

Doch die Einzige, die ihn erwartete, war die Sekretärin. Vorerst. Tala hatte nach dem Aufstehen den Zettel in der Küche gefunden, ihn nur mit einem vielsagenden Blick beäugt und anschließend dem Papierkorb übergeben. Nur in Unterwäsche - immerhin war ja außer ihm niemand mehr da, wie er in einem Anflug von Sarkasmus feststellte - stand er dann in der Küche und brühte sich den von Kai verhassten Kaffee auf. Wahrscheinlich würde der Silberhaarige einen Herzinfarkt bekommen, wenn er gesehen hätte, dass Tala dabei seinem nächsten Laster, den Zigaretten frönte. Er rauchte nicht oft, aber gerade morgens oder wenn er Stress hatte, wirkte so ein Lungenkrebsverursacher wahre Wunder.
Als nächstes gönnte er sich dann eine ausgiebige Dusche, genoss den Vorteil des Chefs nicht pünktlich in der Firma sein zu müssen und ließ sich deshalb extra viel Zeit. Während er unter der Dusche stand, gingen seine Gedanken natürlich wieder in eine spezielle Richtung, auch wenn er das nicht wirklich wollte. Kai. Er war schon damals, während ihrer Internatzeit in den Silberhaarigen verschossen gewesen, doch hatte er gewusst, dass Kai nicht unbedingt erfreut darauf reagieren würde. Und so hatte Tala sich mit dem zufrieden gegeben, was er haben hatte können: ein besorgter Freund, der ihm zur Seite stand, wenn er mal wieder zuviel getrunken oder Ärger mit Boris hatte. Dass aus der gemeinsam verbrachten Nacht nach ihrer Abschlussfeier nichts Fixes werden konnte, war ihm schon klar gewesen, als er am nächsten Morgen in Kais Augen gesehen und nichts darin erkennen hatte können. Blackout. Wie nicht anders zu erwarten. Aber dass der Halbrusse jetzt schon wieder einfach verschwand, traf ihn irgendwie doch. Natürlich, die Umstände waren denkbar ungünstig gewesen, aber einfach so abzuhauen war nun doch nicht unbedingt die feine Art. Wie es nun wohl weitergehen würde? Ob Kai kündigte? Das glaubte Tala weniger, dafür war der andere zu sehr Rationalist und der Job zu gut bezahlt.
Mit einem Kopfschütteln stand Tala wenig später vor dem Lift, bereit den Arbeitstag zu beginnen und der Dinge zu harren, die da auf ihn zukommen würden. Und so saß seine undurchsichtige Maske perfekt, als er Minuten später den Vorraum zu seinem Büro durchschritt, auf den freundlichen Morgengruß der Sekretärin mit einem Nicken reagierte und dann sein Büro betrat.

Er begrüßte die Frau kurz, bevor er dann durch Talas büro in seines ging. Die Tippse hatte ihm ein paar Papiere mitgegeben, die er doch bitte auf den Schreibtisch des Chefs legen sollte. Nicht, dass sie das nicht hätte selbst machen können. Nein~... aber sie musste sich die Fingernägel schneiden, pfeilen, polieren und lackieren. Das beanspruchte Zeit und Geduld. Da kam ihr so eine Arbeit nicht recht.
Kai übernahm das natülrich gerne für sie. Immerhin war es ja kein besonders großer Umweg. Er legte die Akten auf den Tisch, ging dann in sein Büro und stellte sich zuerst an die Fensterfront, sah hinunter auf die Straßen. Der Himmel war vollgehangen, mit grauen Quellwolken. Es regnete zwar nicht, aber ein starker Wind wehte. Er hasste den Herbst in New York.
Seufzend wandte er sich von der Aussicht ab. Die Skyline war nicht mehr interessant, wenn man schon einige Zeit hier verbracht hatte. Der Schreibtischsessel war bequem. Kai lehnte sich zurück, schloss die Augen und dachte an den gestrigen Nachmittag. Wieso nur, hatte er sich überreden lassen. Wieso war er nur dieser einschmeichelnden Art verfallen?

Eine halbe Stunde später konnte er hören, dass Tala sein Büro betrat, die Tür hinter sich wieder schloss und wohl zum Schreibtisch ging. Der Sessel quietschte, deutete an, dass jemand auf ihm Platz genommen hatte, dann konnte man das Rascheln von Papier hören und anschließend Piepsen, das wie von einem Telefonapparat stammte. Tatsächlich erklang wenig später Talas Stimme, gewohnt ruhig. Er telefonierte. Fixierte einen Termin am Nachmittag in einem der renommiertesten Restaurants der Stadt.
Gleich nachdem der Hörer wieder aufgelegt worden war, konnte Kai seinen Namen hören.
"Kai? Du musst heute Nachmittag etwas für mich erledigen...kommst du mal schnell rüber?"

Seufzend erhob sich der Silberhaarige, tappste hinüber zu dem anderen Büro. Er schloss die Tür hinter sich und ging zu Talas Schreibtisch. "Was kann ich tun?"
Irgendwie hatte Kai -auch wenn es komsch war- Angst, dass der Rothaarige sauer auf ihn war. Vielleicht hätte er dableiben sollen, aber er konnte es einfach nicht. Und eiegtnlich konnte er es jetzt auch immer noch nicht...

Doch erst einmal blieb er verschont, hatte Tala sich zu dem breiten Aktenschrank in seinem Rücken umgedreht und suchte darin etwas. Mit einem grünen, dicken Schnellhefter in der Hand wandte er sich dann wieder um. Eisblaue Augen trafen auf rotbraune, doch nichts war darin zu lesen. Tala war wie immer, wie gestern schon und wie vorgestern. Man sah ihm nicht an, was ihm gerade durch den Kopf ging. Auch seine Stimme klang neutral bis freundlich, als er den Schnellhefter vor Kai hinlegte.
"Du erinnerst dich doch sicher an den Herrn von gestern, der Reijis Gebäude gekauft hat. Er hat es eilig seine Habseligkeiten nach Amerika zu transferieren. Er will sich heute schon treffen. Leider habe ich keine Zeit, du wirst also hingehen. In diesem Ordner findest du alles, was du brauchst. Gib ihm die Kontonummern bekannt, die da drin vermerkt sind, hilf ihm die Formulare für die Einschiffung auszufüllen und lass ihn alles unterschreiben. Das Treffen findet um 15.30 Uhr in Four Seasons statt. Ich werde gleich einen Tisch reservieren. Sieh bitte zu, dass du pünktlich da bist. Solltest du mit dem Taxi fahren, schreib deine Ausgaben auf die Spesenliste. Noch Fragen?"
Tala wusste, dass das Ausfüllen der Formulare keine Schwierigkeiten für Kai darstellen sollte und so war es die optimale Gelegenheit um diesen die ersten Schritten in dem neuen Umfeld machen zu lassen.

Der Silberhaarige nickte. Fragen hatte er keine. Eigentlich war es eine Routinearbeit. Das einzigst neue für ihn, waren die Zahlen im Schnellhefter, aber den Rest kannte er schon von seinem alten Job, da machte er sich keine Gedanken drum. "Nein, ist alles klar." Das Four Seasons war ihm auch bekannt. Ein Taxi würde er wohl sicher nehmen um dort hinzukommen. Kai hoffte ja nur, dass er mit dem Kunden nicht Trinken musste. Denn den~ Mann schätzte er als ehr trinkfest ein.
"Soll ich sonst noch etwas machen?"
Immerhin hatte er noch 5 Stunden, bis er los musste und wollte sich beschäftigen. Er nahm die Mappe, sah Tala erwartungvoll an.

"Übereifrig, was?" Ein feines Lächeln hob Talas Lippen, während er den Kopf in die aufgestützte Hand legte, Kai musterte.
"Nun, du kannst auch Immobilien heraussuchen, die zum Verkauf stehen. Finde raus, wieviel der Besitzer verlangt und wie viel sie wirklich wert sind, außerdem in welchem Zustand sie sich befinden. Ich brauche für morgen mindestens drei Einfamilienhäuser in der Nähe von New York und zwei Firmengebäude. Das wäre alles für heute..."

Wieder ein Nicken von Kai. Mit der Mappe in der Hand, wandte er sich um und ging hinüber in sein Büro. Innerhalb von zwei Stunden hatte er sich 20 Grundstücke heruasgesucht und schon anfragen geschickte. Von 10 bekam er eine Rückmeldung. Schnell hatte er sich die Straßen udn den Wert notiert. Mit einem Notizheft und den Verträgen bepackt, verließ das Büro und verabschiedete sich shcnell von Tala. Innerhalb von drei Stunden musste er alle Orte besichtigen und dann noch zum Four Seasons fahren. Es war zu schaffen.
2 der Besichtigungen dauerten nicht allzulange. Die Bebäude waren eindeutig unter dem Preis zu bekommen. Kai schätzte, notierte sich den Wert. Ein Grundstück war sogar billiger, als es hätte sein können. Das~ würde Tala sicher gut finden.
Die anderen Grundstücke waren im Preis zwar gut bemessen, doch es ließ sich sicher noch etwas raushandeln. Der silberhaarige notierte sich ein paar Mänkel und fuhr dann zu dem Restaurant. Bevor er eintrat, richtete er sich seine Jacke, furh sich nocheinmal durch die Haare. Er wollte nicht gehetzt wirken.
Pünklich betrat er das Foru Seasons, sah den Geschäftspartner schon von weitem und begrüßte ihn, setzte sich mit an den Tisch. Die Verträge waren schenll ausgefüllt und unterzeichnet. Der Mann konnte ihn sogar noch zu einem Schluck Whisky überreden. Es gehörte sich ja nun mal.
Um 7 Uhr war er wieder in der Firma, legte Tala seine Notizen vor. Er würde seine Emails nocheinmal überprüfen, falls noch etwas eintrudeln sollte, aber die Sachen, die er bisher gefunden hatte, waren erfolgversprechend.

Tala hatte sich in der Zwischenzeit diesen Dingen gewidmet, die er wenn möglich vor Kai geheimhalten würde. Dieser würde es nämlich sicher nicht gut finden, wenn er erfuhr, was genau er hier wirklich tat. Besser man behielt die kleine Story von wegen Russen, die schnell nach Amerika emigrieren wollten, bei. Besser für sie alle. Wobei einige seiner Kunden in den letzten Tagen Misstrauen erweckten. Sie waren zu hektisch, zu forsch und würden noch viel Probleme aufwerfen, wenn sie nicht einfach abwarten würde. Zudem meinte wohl jemand, ihn, Tala, aus seiner kleinen Marktlücke verdrängen zu müssen und ein ähnliches Geschäft aufziehen zu müssen. Dem würde er ganz schnell einen Riegel vorschieben. Einen schmerzhaften Riegel, wenn es sein musste. Er hatte gerade denjenigen verständigt, der sich darum kümmern sollte, als Kai von dem Geschäftsessen zurückkam und Unterlagen mitbrachte.
"Danke, ich werde sie mir dann gleich ansehen. Du kannst nach Hause gehen, alles andere kann bis morgen auch warten. Schönen Abend und grüß deinen Kater von mir."
Damit war Kai entlassen. Es war ohnehin schon spät und den Rest musste Tala ohnehin ohne Kai erledigen. So hatte er, ohne auf eine Antwort zu warten, auch schon wieder den Kopf gesenkt und weiterzuarbeiten. Die Erwähnung der Katze war auch schon die einzige und vorallem eine harmlose Anspielung auf den heutigen Morgen.



Leise seufzte er. Tala schien es ihm doch in irgendeiner Weise übel zu nehmen. Nun, ändern konnte er es jetzt auch nicht mehr. "Bis morgen.", murmelte er dann, velrieß das Büro wieder, verabschiedete sich von der Tippse und fuhr mit dem Aufzug nach unten. Sein Kater wartete schon auf ihn.
Am nächsten morgen war er wie immer pünktlich in der Firma, nahm die Post mit zu Tala -diesmal musste eine Zeitung gelesen werden- und setzte sich dann in sein Büro. Einige Antworten waren noch gekommen, er notierte sich alles.

Von Tala fehlte auch an diesem Morgen wieder jegliche Spur. Und das blieb bis in den frühen Vormittag so. Dann erst kam er in die Firma, machte aber nicht unbedingt den Eindruck, als hätte er bis jetzt geschlafen. Ganz im Gegenteil wirkte er bereits erledigt und geschafft. Er hatte gestern noch bis spät in die Nacht gearbeitet, alles für ihren derzeitigen Geschäftspartner klar gemacht und dafür gesorgt, dass das Geld möglichst rasch transferiert werden würde. Heute Morgen hatte er sich dann gleich mit Ivan getroffen, der für ihn die Nachforschungen zwecks des Nachmachers führen sollte und diesem genauere Anweisungen gegeben. Nun endlich war er wieder im Büro, doch weniger stressig wurde es deshalb noch lange nicht.
"Kai? Hast du die Gebäude? Gibt es schon was Neues?"
Er hatte sich einige der Immobilien gestern noch angesehen und zwei gleich von vornherein ausgeschlossen. Nicht, dass Kai etwas falsch gemacht hätte, aber sie passten nicht für das, wofür er sie eigentlich benötigte. Deshalb wartete er noch, ob er noch andere Möglichkeiten bekam.



Noch 4 weitere angebote hatte er herausgesucht, wartete auf Antworten. Mit den neusten Ergebnissen, 5 Grundstücke, wovon er sich 2 angesehen hatte, da sie in der näheren Umgebung gewesen waren, ging er zu Tala, legte ihm alles hin.
"Mehr war bisher nicht zu bekommen. Viele Grundstücke gehen weg, bevor mans ie sich ansehen konnte. Keine Ahnung, warum." Irgendjemand schien Geld zu haben und einfach auf dem Immobilienmarkt shoppen zu gehen.

Tala nickte nur, griff nach den Papieren.
"Ich weiß, wir haben Konkurrenz, aber es kümmert sich bereits jemand darum. Keine Sorge!"
Hastig überflog Tala die Angebote, strich drei dann rot an.
"Hier, mach mir mit diesen Leuten für morgen Termine. Du kommst mit, also such solche raus, die für dich auch passen!"

Damit hatte Kai wohl ehr weniger ein Problem. Soviel zu tun hatte er nicht. "Ist klar." Er nahm die Aufzeichnungen, ging dann in sein Büro und telfonierte, suchte noch nebenbei, vielleicht gab es doch noch bessere Angebote.
Er hatte die drei Termine gut verteielt, dass man selbst beiu längeren Diskussionen noch genügen Luft hatte. Er gab Tala die Termine. "Gut so? Oder muss ich etwas umlegen?"

Tala, den Telefonhörer zwischen Schulter und Ohr geklemmt, warf einen Blick auf die Termine, nickte dann nur und flüsterte ein 'Passt' in Kais Richtung. Dann entschuldigte er sich kurz bei seinem Gesprächspartner.
"Die Termine stimmen so. Ich brauche die Grundbuchauszüge für die entsprechenden Häuser, besorg die bitte. Dann kannst du gleich die Verträge aufsetzen, damit wir dann nur mehr die Summe eintragen müssen."

Kai verschwand wieder in sein Büro, woltle nicht länger stören. Er setzte sich seine Lesebrille auf, tippte die Verträge und sorgte dafür, dass Tala alles bekam, was er brauchte. Es dauerte eine Stunde, dann war er fertig.
Er lehtne sich zurück, nahm die brille ab und sah zum Monitor. Er hatte sich auf einer Seite eingeloggt, auf der man viele der Grundstücke in New York einsehen konnte. DI Seite wurde alle 1ß Sekunden aktualisiert und man sah, wie die Grundstücke nur verschwanden. Sehr seltsam.

Auch Tala blieb das nicht verborgen, äußerte sich aber nur mit einem wütenden Zusammenziehen der Augenbrauen und einem noch eisigeren und vorallem gefährlicheren Ausdruck in den blauen Augen. Da wollte einer wirklich Ärger. Den sollte er haben.

*+*+*

Andernorts betrat gerade ein großer, schlanker Mann Ende 20 ein Arbeitszimmer in dem ein anderer saß und legte ihm einen Stapel Papiere vor die Nase.
"Ivanov wird schwer zu knacken sein, immerhin ist er direkter Partner der Mafia. Er selbst gibt sich keine Blöße, scheint ein regelrechter Eisklotz zu sein, an dem alles abprallt. Keine Freunde, keine Familie, keine Lebensgefährten, keine Bettgespielen, nichts..."
Er konnte schon sehen, wie sich der Blick des anderen verdüsterte, hob zufrieden einen Mundwinkel.
"Wenigstens bis vor einigen Tagen. Da ist jemand Interessantes in sein Leben getreten!"
Ein paar Seiten wurden aufgeschlagen und das Bild eines jungen, silberhaarigen Mannes mit rotbraunen Augen tauchte auf.
"Sein ehemaliger Zimmergenosse. Mittlerweile arbeitet er als direkter Assistent unter Ivanov, was an und für sich schon seltsam ist, da er es bisher vorgezogen hat, alleine zu arbeiten."

"Hm." Der Mann nahm sich das Foto, musterte die Person darauf. Der Junge würde beschattet werden. Seine Gewohnheiten, Vorlieben.. sein ganzes Leben würde er vor sich liegen haben, innerhlab der nächsten 7 Tage. "Schön.. ich will alles über den Jungen wissen. Ivanov wird irgendeine besondere Beziehung zu ihm haben. Ich will, dass er leidet."
Er legte das Foto zur Seite, nahm einen kräftigen Zug von seiner Zigarette. "Geh!"

Der Angesprochene verzog nur das Gesicht, nickte dann aber zustimmend und zog sich zurück. Er würde also diesen Hiwatari beschatten und dessen Leben durchforsten.
Warum sein Boss so einen Hass auf diesen Ivanov mit sich trug, verstand er nicht ganz, war ihm aber auch egal. Er bekam seine Befehle, er befolgte sie und das Gehalt konnte sich sehen lassen.

Er drehte sich in seinem Bürostuhl um, sah zu der Fensterfront und grinste.. dreckig. Er würde Ivanov zerquetschen, sein Leben zur Hölle machen, mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen. Nur ein Gedanke schwirrte in seinem Kopf... Rache~.

*+*+*

Ein paar Minuten sah er sich das Treiben an, setzte dann seine Brille wieder auf und durchsuchte die Datenbank nach demjenigen, der meinte, alles kaufen zu müssen. Wenn Kai etwas konnte~... dann sich irgendwo einklinken. Ein großer Vorteil um an Daten heranzukommen.
Nach ein paar Minuten hatte er die IP Adressen herausbekommen. Immer der gleiche. "Wer bist du.." murmelte er für sich.

"Kai? Kommst du? Ich will essen gehen, du hast sicher auch Hunger!"
Talas Stimme unterbrach ihn. Dieser hatte nun einfach seine Arbeit beiseite gelegt und dem Knurren seines Magens nachgegeben. Es war mittlerweile fast fünf Uhr und er würde Kai dann nach Hause schicken. Für heute war alles erledigt und der Rest konnte auch bis morgen warten.

Er legte die Brille zur Seite, stand auf und machte den Bildschirm seines PCs aus. "Komme." rief er, sortierte seine Unterlagen und kam aus seinem Büro. Hunger hatte er nicht sehr viel. Essen tat er an sich sowieso recht wenig, aber wenn Tala es ihm anbot, würde er sicher nicht nein sagen.

"Was machst du denn noch solange? Ich dachte, du bist mit deiner Arbeit fertig?"
Tala erwartete ihn bereits an der Tür zum Vorraum, hielt ihm nun die Tür auf.
"Du brauchst nicht alles an einem Tag erledigen, weißt du? Es bringt mir nichts, wenn du irgendwann tot vom Stuhl kippst, dann habe ich nur noch zusätzlich die Polizei da, die den Todesfall untersuchen möchte...hast du Lust auf Italienisch?", unterbrach er sich dann kurzzeitig selbst.

"Ja... und lass mich doch. Lieber kippe ich um vor Arbeit, als das ich vor langeweile sterbe." Wofür würde er denn bezahlt werden, wenn er den ganzen Tag nur die Beine hochlegte. "Und so wird wenigstens alles fertig und schleift nicht vor sich hin." Er zuckte mit den Schultern, ging an dem Rothaarigen vorbei und folgte ihm zum Lift.
"Wenn ich weniger arbeiten soll, gib mir weniger Arbeit." Dann würde sich das gut machen. Aber so hatte er nun mal den Drang, alles perfekt auszuführen.

"Ah...jetzt bin wieder mal ich Schuld, sehe ich das richtig?"
Tala hatte nur ein leichtes Lächeln für diesen Vorwurf übrig, wartete mit Kai gemeinsam und betrat dann die kleine Liftkabine.
"Man fällt schneller vor Arbeit tot um, als man vor Langweile stirbt. Wenn man nämlich dabei so schnell draufgehen würde, dann würden wir beide schon lange nicht mehr leben. Kannst du dich an den Unterricht in der Abtei erinnern? Der war langweilig...da ist ein Tag aus dem Fenster Starren noch interessanter!"
Der Rotschopf verdrehte vielsagend die Augen, grinste dann. Er war kein sonderlich guter Schüler gewesen, hatte es nie für wirklich nötig empfunden, den Ausführungen der Lehrer zu folgen und war mehr als nur einmal darauf angewiesen gewesen, dass Kai ihn abschreiben ließ.

"Hab ich nicht gesagt~." grinste er, drehte sich mit dem Rücken zru Wand und lehnte sich gegen diese. "Schule.. ich bitte dich. Das ist subjektiv~. Auch wenn der Unterricht laangweilig war... Es gab Fächer, die waren interessant~, aber das erkennen nur Leute, die auch zuhören~."
Sicher.. die Abtei war wohl die härteste Zeit in ihrem Leben gewesen, aber Kai hatte halt für sich den besten Weg gesucht und Tala damit das Schulleben um einiges erleichtert. Zum größtenteil hatte er ihm die Hausaufgaben geschrieben und in Tests hatte er ihn sicher abschreiben lassen.

Tala winkte ab.
"Ach was...nenn mir ein Fach, das interessant gewesen wäre. Hin und wieder hab ich nämlich zugehört und es war nie interessant...kein einziges Mal!"
Ja, da war er sich sicher. Schule konnte gar nicht interessant sein.
"Meinst du, wir haben es soweit gebracht, weil wir in der Schule aufgepasst haben? Wohl kaum..."
Tala ging nicht weiter darauf ein, dass er es von jeher verstanden hatte, sich durchs Leben zu schummeln. Er hatte sich mit den betreffenden Lehrern gut gestellt, hatte es mit Leichtigkeit geschafft, denen Honig ums Maul zu schmieren und ihnen ein weitaus besseres Bild von ihm zu vermitteln, als es dann eigentlich gewesen war. Der Rotschopf war der geborene Opportunist, war spontan und flexibel genug, um sich seine Sachen immer zum Guten zu wenden.
"Na gut, ich habe es überhaupt erst aus dem Internat rausgeschafft, weil du da warst. Sonst würde ich wohl immer noch dort sitzen", gab er dann unumwunden zu.

"Ethik." Da brauchte Kai nicht lange überlegen. Ethik war so ziemlich sein Lieblingsfach gewesen. Ihr Lehrer kam von außerhalb, hatte einen lockeren Stil als der rest der Lehrerschaft. Das hatte den Unterricht auch erleichtert.
Er bedachte Tala mit einem kritischen Blick. Wenigstens sah dieser ein, dass er ohne ihn~, es nicht hierher geschafft hätte. "Bisher war ich immer gut mit meiner Schulbildung gefahren~... Aber du bist ehr der Typ, der mit Worten umgehen kann. Ich nicht~. Das unterscheidet uns." Er trat aus dem Lift heraus. Kai hatte, wie Tala, keine Freunde. Brauchte er auch nicht. Ihm reichte sein Kater. Reden tat er eh nicht gerne, außer es war wichtig für die Arbeit. Tala jedoch schien ein Plappermaul zu sein, dass sich seiner Umgebung anpasst und in Sekundenbruchteilen eine andere Tonlage und Gemütsstimmung haben konnte. Das war wohl das faszinierende an diesem Russen~.

"Tja...was soll ich sagen? Wie ging dieser idiotische Spruch noch: Das Wort ist stärker als das Schwert...oder wars die Feder? Ach, keine Ahnung, ist ja auch egal."
Er schüttelte nur den Kopf, lachte dann leise auf. Mit diesen ganzen Zitaten war er immer schon auf Kriegsfuß gestanden.
"Da vorne an der Ecke ist ein guter Italiener. Das Restaurant ist klein und bequem. Nichts Nobles, ich hoffe, das stört dich nicht?"
Bereits als sie das Gebäude verließen, konnte Kai das Pizzeriaschild ausmachen.

"Ich glaube... es war die Feder, aber dichte es nur um~." Er grinste, verließ dann die Firma und sah zu dem Pizzaschild. "Und wie~ mich das stört." Er schüttelte den Kopf. Er brauchte keinen Schnickschnack, den er bezahlte und wo das Essen nur als häufchen serviert wurde. Dann doch lieber klein, aber herzlich~.
"Kennst du hier eigentlich jeden Laden?"

"Hier in der Nähe? So ziemlich, ja..."
Tala machte einen Moment ein nachdenkliches Gesicht, nickte dann.
"Ja, doch, ich denke. Wenigstens bei den guten bin ich regelmäßig. Ich kann es mir immerhin leisten, essen zu gehen und eine Köchin will ich dann doch nicht anstellen...und unter uns gesagt, ist es mit meinen Kochkünsten nicht allzuweit her, also besser andere mit damit betrauen, die auch Ahnung davon haben!"
Tala hatte noch nie ein Problem damit gehabt, einzugestehen, worin er nicht gut war und wie er dieses Problemchen umschiffte.
"Wieso fragst du? Brauchst du Tipps?"

Kai schüttelte den Kopf, betrat mit Tala den Pizzaladen. "Reine neugier." Er grinste. "Das du~ nicht kochen kannst, war mir schon klar." Das war Inutition. Es passte einfach nicht zu Tala. Vielleicht konnte er ja doch Sachen, die Kai ihm nicht zutraute.. aber kochen war es nicht!
"Ich könnte kochen, ich habe nur meistens keine Lust dazu." Kurz zuckte er mit den Schultern, ließ sich dann Tala gegenüber auf dem Weichen Polster der Eckbank nieder.

"Warum nicht? Ah...so ein Strohhalm wie du, hungert sicher lieber, was?"
Tala zwinkerte Kai vergnügt zu, führte diesen an einen leeren Tisch und wartete, bis der Kellner ihnen die Speisekarte brachte.
Dann bestellte er für beide ein Mineralwasser und wartete, bis der Mann wieder verschwunden war.
"Die Thunfischpizza kann ich nur empfehlen, wenn du Fisch magst!"

Wasser war gut. Er mochte Mineralwasser. "Fisch? Naja.. Sushi geht ja noch aber auf ner Pizza?" Er durchsuchte die Karte, entschied sich dann für eine hawaii.
"Wie groß sind die Pizzen hier?"

"Wie groß?"
Tala sah sich um, deutete dann auf einen Mann etwas abseits von ihnen, der seine Pizza bereits halb aufgegessen hat.
"Siehst du den Teller? Das ist dann wirklich bis zum Rand voll. Also solltest du auf jeden Fall genug bekommen, wenn du deshalb Angst hast. Wenn nicht, dann kannst du gern ein Stück von mir haben...bleibt meist eh übrig!"
Der Kellner kam, um ihre Bestellung aufzunehmen, notierte sich Kais Pizza Hawaii und Talas Frutti di Mare.

"Eigentlich habe ich ehr die Befürchtung, dass sie zu groß ist." Und so war es auch. Ein riesenteil. Dann würde sich der Preis zwar rechnen, aber wie sollte er die~ runterbekommen? So hungrig war er echt nicht gewesen.
Aber wenistens schaffte Tala es auch nicht. Dann fiel es nicht so auf.

"Du musst was Anständiges essen, wenn du den ganzen Tag im Büro sitzt und hart arbeitest. Also, hau rein und lass es dir schmecken, du wirst sehen, sie ist lecker!"
Tala machte es auf die unkoventionelle Art und Weise, schnitte sich eine Schnitte heraus und aß die dann mit den Fingern. So machte Pizza essen Spaß.

"Sicher ist die Lecker. Will ich auch gar nicht bestreiten!" Kai machte es nun doch auf die feine Art, aß nur mit Messer und Gabel. Schmeckte genauso und man machte sich nicht die Hände dreckig.
"Ich bins halt nicht gewohnt, viel zu Essen. Und wenn ich keinen Hunger habe, warum sollte ich mich vollstopfen? Kann ja auch nichts für."

"Weil es nicht normal ist, dass man nach so einem langen Tag keinen Hunger hat, deshalb!"
Tala war fest von dieser These überzeugt, nickte dennoch noch einmal bekräftigend, während er kaute.
"Du sollst dich ja nicht überfressen, aber ein bisschen mehr auf den Rippen würde dir mit Sicherheit nicht schaden...ich weiß wovon ich rede!" Und wie er das wusste, immerhin war er auf Tuchfüllung mit diesen Rippen gewesen. Leise seufzte er in Erinnerung daran auf.

Er errötete, als Tala das erwähnte. "Hn." Darauf erwiedern tat er nichts. Was sollte er da auch zu sagen? Dass es nicht stimmte? Wäre ja gelogen... Der rothaarige hatte ihn ja nur allzu gut gesehen. Schweigend aß er an seiner Pizza weiter, stopfte sich sogar einen drittel der Pizza hinunter.

Tala war mit diesem Resultat zufrieden, immerhin schien sein kleiner Wink gefruchtet zu haben. Aus diesem Grund widmete er sich nun auch mit vollster Aufmerksamkeit seiner eigenen Pizza, ließ von dieser nur mehr ein Achtel übrig.
"Das war lecker...", genüsslich strich er sich über den Bauch, sah Kai dann an, "...sobald wir bezahlt haben, hast du Feierabend. Du kannst dann morgen weiterarbeiten, bei was auch immer du gerade steckst. Okay?"

Skeptisch zog er eine Augenbraue nach oben, legte das Besteck zur Seite und sah auf die Uhr. "Es ist noch nicht mal 8 Uhr..." Er verstand nicht, was das sollte. "Eigentlich bin ich fertig, außer es melden sich die anderen Grundbesitzer." Ansonsten standen ja morgen nur die Termine an.
Das er mal so... wenig zu tun haben würde, hätte er nicht gedacht. Dafür, dass er soviel Geld bekam, war die arbeit sehr wenig.

"Ich weiß, wie spät es ist. Aber die anderen Besitzer melden sich bestimmt erst morgen. Du brauchst nicht unnutze Stunden in der Firma absitzen. Geh nach Hause und mach morgen weiter. Ich erwarte nicht von dir, dass du von Mitternacht bis Mitternacht einen 24 Stunden Job schiebst..."
Tala nippte an seinem Glas, sah Kai über den Rand ebendieses hinweg an, wartete auf Widerworte oder Zustimmung. Noch war er sich nicht so recht schlüssig, was er mehr erwartete.

Er nickte. Was sollte er auch dagegen sagen, würde er halt von zu Hause aus, weiter arbeiten. Was Tala nicht weiß, macht ihn nicht heiß... Er trank sein Wasser aus, seufzte dann.
"Schön."
Tala bezahlte und der Silberhaarige stand auf. "Hn... bis morgen also." Er verabschiedete sich von dem rothaarigen, fuhr dann nach Haus,e machte seiner Katze etwas zu essen und schmiss sich vor seinen Laptop. Der Nachteil an der ganzen Sache... Seine brille lag noch im Büro... Er hasste es.

Tala selbst hielt sich auch an seinen Vorschlag, stattete dem Büro nur mehr einen kurzen Besuch ab und lag schon wenig später im Bett. Allein. Frustrierend. Aber was wollte man machen? Kai tat so, als wäre es nie passiert und er hielt sich einfach auch daran. Besser als ein Streit und dann auch noch Ärger zwischen ihnen. So konnte er den Silberhaarigen wenigstens hin und wieder zu einem Essen entführen und sich so wenigstens normal mit ihm unterhalten. Seufzend schloss er die Augen, war bald darauf eingeschlafen.
13.10.06 17:08


Höhepunkte

Achtung! Enthält Beschreibungen mit sexuellem Inhalt! Kinder unter 18 sollten das nicht lesen *hust*

Stöhnend wand sich der Silberhaarige. Tala hatte ihn völlig 'in der Hand'. Währned der Finger des Rothaarigen immer wieder über diesen gewissen Punkt strich, erregte ihn noch viel mehr das Keuchen, was er neben seinem Ohr vernahm. Er spürte die erhitzte Haut seines Schulfreundes auf der seinen, presste sich ihm immer wieder entgegen. Es dauerte nicht lange und sein Körper erbebte, presste sich noch ein letztes Mal gegen Tala. Dann ließ er sich zurücksinken, erleichtert.
"Hng~."

Tala spürte das verräterische Zittern der Bauchdecke des Silberhaarigen, kurz bevor er spürte, wie Kai in seine Hand kam. Zufrieden sah er zu, wie sich der junge Mann entspannte und wieder zurücklehnte, nur noch der laute Atem die Stille durchbrach. Vorläufig gab sich Tala damit zufrieden, verbrachte die nächsten Minuten damit, das ruhige Gesicht seines Freundes zu betrachten. Er würde schon später zu seinem Vergnügen kommen, wenn Kai wieder soweit war.
"Und? Hast du dich schon erinnert?"

Schwer keuchend hatte er die Augen geschlossen, erinnerte sich Stück für Stück an den einen Abend vor Jahren zurück. Lücken wies er immernoch auf, aber das wichtigste war zurück, kurzzeitig da. Wie lange dieser Zustand anhalten würde, wusste er nicht.
"Hm... teilweise... aber der größte Teil ist da." murmelte er schwerfällig. Der silberhaarige öffnete seine Augen wieder, sah genau in die von Tala. Der Blick von ihm sagte alles... es würde weiter gehen.

"Gut..." Die dunkle, sanfte Stimme klang zufrieden. Tala beugte sich tiefer, um Kai einen sachten Kuss auf die Lippen zu hauchen, ihn zu beruhigen. Die eisblauen Augen schimmerten leicht, trugen eine Botschaft mit sich, die Kai noch nicht ganz erkennen konnte.
"Dann weißt du ja, dass du keine Angst zu haben brauchst...dass es schön wird!", murmelte er dann leise, ließ nun vorsichtig einen zweiten Finger in Kais Inneres gleiten, während die zweite Hand wieder begann, das noch schlaffe Fleisch zu streicheln.
"Vertrau mir!"

Er erschauderte. Die rauhe Stimme Talas jagte Schauer über seine Haut. Einerseits umschmeichelt ihn die Worte, zogen ihn immer mehr in den Bann des Rothaarigen doch andererseits ließ die Stimme ihn zurückschreiten.
Er zweifelte keine Sekunde daran, dass es schön werden könnte. Sicher.. er erinnerte sich an die Schmerzen, doch auch an das, was dann folgte. Er nickte kurz, stöhnte aber schon wieder, als Tala fortsetzte, was er eben angefangen hatte.

Tala nahm die Zustimmung zufrieden zur Kenntnis, gab sich Mühe, Kais Erregung wiederzukehren lassen. Während er ihn dehnte und auf das Weitere vorbereitete, verwöhnte er sein Glied mit sachten, aber immer forscher werdenderen Strichen. Erst als der Glanz in die rotbraunen Augen zurückgekehrt war, als der Mund wieder halb offen stand und Kai ganz offensichtlich Mühe mit dem Atmen hatte, gab er sich zufrieden positionierte sich zwischen Kais Beinen, gelte seine eigene, inzwischen schmerzhaft pochende Erregung ein und drang dann vorsichtig in den unter ihn liegenden Mann ein. Die Hitze, ihn empfing, nahm ihm für einen Moment den Atem, ließ ihn aufkeuchen, für einen Moment die Kontrolle verlieren.
Talas Finger gruben sich in die Polster, verhinderten so, dass er einfach in den willigen Körper unter sich stieß. Stattdessen begann er einen langsamen Rhythmus aufzubauen, der sich erst steigerte, als er merkte, dass Kai ihm entgegen kam, mit ihm arbeitete. Seine Lippen senkten sich ein weiteres Mal auf ihr verführerisches Gegenüber, begannen sacht daran zu knabbern. Erst als das Tempo immer schneller und hektischer, erfüllung versprechender wurde, grub Tala seinen Kopf in Kais Halsbeuge, sodass dieser den heißen Atem des Rotschopfs über seine verschwitzte Haut hinwegblasen spürte.
Nur mehr zweistimmiges Keuchen war zu hören, dass dann aber schlagartig aufhörte, als beide kurz hintereinander ihren Höhepunkt erreichten. Für einen kurzen Moment wollte es ihnen scheinen, als würde nicht nur ihr Atem, sondern auch ihr Herzschlag aussetzen. Tala war auf Kai zusammengebrochen, hatte diesen halb unter sich begraben, die Lippen an dessen Hals gepresst.

Kai atmete tief ein und aus, um seinen Puls wieder auf ein normales Level runterzubringen. Sein Herz pochte schnell und unregelmäßig. Seine Arem waren um den Nakcne von Tala geschlungen. Dessen Atem strich seine Haut, bescherte ihm wieder eine Gänsehaut.
"Lief das damals genauso?" Konnte der Rothaarige ihn wirklich immer mit der gleichen Masche herum bekommen? Kai hätte sich mehr zugetraut... dass er selbst in so einem Zustand wiederstehen konnte. Schien aber nicht so~.

Auf eine Antwort musste er erst einmal warten. Tala genoss es im Moment viel zu sehr, einfach hier zu liegen und nichts zu tun.
"In etwa...", murmelte er dann irgendwann. "Du warst ganz schön dicht in jener Nacht. Weißt du es nicht mehr? Wahrscheinlich hast du zuviel von der Erdbeerbowle getrunken, in die Ian Wodka gegossen hat. Er hielt das für ausgesprochen witzig. Nun, auf jeden Fall warst du äußerst...gesprächig, als wir auf den Weg in unser Zimmer waren."
Tala lachte bei der Erinnerung daran leise auf. Wenn Kai wüsste, was er damals alles zum Besten gegeben hatte.
"Alles ganz genau weiß ich auch nicht mehr, immerhin hab ich mich offen an den Alkohol gemacht. Als wir dann im Zimmer waren hast du noch reden wollen und ich habe vorgeschlagen, wir könnten uns doch dazu ins Bett legen. Und ehe ich mich versehen hatte, lagst du auch schon in meinem Bett. Und so hat eben eines das andere ergeben...bis zum Morgen, wo ich feststellen musste, dass dein Hirn ein einziges, großes, schwarzes Loch gewesen war."
An dieser Stelle lachte der Rotschopf nicht mehr, richtete sich stattdessen auf und sah auf Kai hinab, der immer noch unverändert da lag.
"Na, wie siehts aus? Kommst du mit hoch? Du kannst duschen und dich dann ins Bett legen, wenn du willst!"

Von unten sah er zu Tala. Dieser hatte sich aufgerichtet und hielt schon ausschau nach seinen Sachen. "Hn~... ja. Danke." Hier unten liegen bleiben wollte er jetzt nicht unbedingt, also ging er lieber mit hoch und nutzte die Chance auf etwas Schlaf... allein~.
Nur langsam richtete auch Kai sich auf, zog sich wieder an, fuhr sich mit einer Hand durch seine Haare. Er sah sicher aus, wie ein gerupftes Hühnchen -das tat er jedenfalls immer, wenn er morgens aufstand~.

Tala war schneller wie er gewesen, hatte ihn in der Zeit beobachtete und stand nun vollends auf. Mit der Hand deutete er zur Tür, die auch in den Vorraum führte.
"Nach dir, wir müssen zum Lift!", erklärte er kurz, führte Kai dann in die angegebene Richtung. Dort angekommen zog er einen Schlüssel aus seiner Hosentasche, der zum Lift passte und mit dem man in den obersten Stock kam. Dort lag seine Wohnung; groß, geräumig und vorallem abgelegen. Wenn man aus dem Lift trat, stand man schon fast direkt mitten im Wohnzimmer - wenigstens hatte man einen Blick dorthin. Doch Talas Schritte wandten sich in eine andere Richtung, während er Kais Handgelenk packte und diesen in die richtige Richtung dirigierte.
"Hier lang...dort ist das Bad. Kommst du allein zurecht oder soll ich dir zeigen, wo du alles findest?"

Grinsend folgte Kai seinem Chef durch die Vorhalle zum Lift. Er spürte die Blicke der Sekretärin. Man konnte es ihnen ansehen, was~ sie gerade getrieben~ hatten. Die Tippse sah ihnen auch hinterher, das spürte Kai~. Aber ihm war es egal.
Oben angekommen, wollte er ersteinmal staunend durch die Wohnung laufen, doch ihm wurde keine Chance gegeben. Tala zog ihn gleich ins Bad. "Ich denk schon, dass ich das hinbekomme." meinte er, wartete bis Kai draußen war und entschloss sich, zu duschen.
In einen Bademantel gehüllt, trat er wieder aus dem Bad, ging diesmal Richtung Wohnzimmer und suchte den Rothaarigen.

Er fand diesen in der Küche vor einer Tasse Kaffee sitzend. Tala hob den Kopf, als er eintrat, deutete auf die Kaffeemaschine und die halb volle Kanne.
"Auch einen?", wollte er dann wissen, wartete die Antwort aber ab, bevor er aufstand. Immerhin konnte man nicht wissen, ob Kai, der ja Süchte jeglicher Art von vornherein ablehnte, Kaffee mochte.
"Möchtest du dann ein wenig schlafen oder nicht? Ich hätte ein Gästezimmer anzubieten...oder meines..."
Die Botschaft war klar. Alleine oder zu zweit.

Er tappste durch das wohnzimmer Richtung Küche, wo er schon den Duft von Kaffee wahrnahm. Er hatte Recht behalten. Kai schüttelte den Kopf, lehnte sich an den Küchentüsch und musterte seinen rothaarigen Gegenüber. "Trink keinen Kaffee."
Das Angebot überlegend, legte er seinen Kopf schief. Sanft zog er Tala am Hemdkragen zu sich, da dieser sich vor ihn gestellt hatte. "Ich bevorzuge es, Nähe zu haben, wenn ich schlafe~." Ein Grinsen huschte über sein gesicht. "Übrigens... Kaffee stinkt."

"Findest du? Aber er macht munter...der beste Freund eines jeden Verpennten nach einer durchzechten Nacht ist eine Tasse Kaffee..."
Ein Arm schmuggelte sich um Kais Taille, zog den Silberhaarigen ein wenig näher, unternahm sonst aber nichts.
"Es ist mir ein Anliegen, für deine Annehmlichkeit zu sorgen. Wenn du Nähe haben willst, dann bist du in dem Zimmer auf der rechten Seite, wenn du in den Gang raustrittst, genau richtig!"

Kai legte seine Arme auf Talas Schultern ab, grinste diesen neckisch an. Er~ trank nur Tee, davon wurde er auch wach. Das reichte ihm~ jedenfalls.
Dieses Spielchen mochte er. "Hn.. irgendeinen Wunsch, auf welcher Seite ich schlafen darf?" Kai ging es so, dass er links besser schlafen konnte, als rechts. Warum, wusste er selbst nicht genau.

Tala schüttelte den Kopf, beobachtete jede Bewegung des Silberhaarige mit einem lauernd anmutenden Ausdruck, wenngleich er sich sonst nicht rührte.
"Nein, du hast die freie Wahl. Für gewöhnlich gehört das ganze Bett mir, deshalb habe ich diesbezüglich keine Vorlieben entwickelt."
Man konnte es dem Rotschopf regelrecht ansehen, dass er sich nicht hundertprozentig sicher war, was Kai zu tun beabsichtigte. Aber los ließ er ihn deshalb auch nicht, drückte ihn nur eher noch enger an ihn.

Selbst wenn er könnte, würde Kai in diese Augenblick nicht den Weg ins Bett einschlagen. Viel lieber würde er weiter hier stehen. "Dann ist gut~." Er schnurrte leise. Hatte er sich wohl von seiner Katze abgeschaut. "Lässt du mich jetzt gehen.. oder bleiben wir jetzt hier stehen? Bei dem Kaffee..."

"Wenn du mich so fragst..."
Noch bevor Kai es sich versah, hatte Tala ihn zum Tisch gezogen, sich auf einen Sessel gesetzt und Kai auf seinem Schoß platziert.
"...dann kannst du ruhig noch kurz warten, bis ich meinen Kaffee fertig habe und dann gehen wir gemeinsam schlafen. Was meinst du?"
Ein Arm locker um Kais Taille gelegt, die Tasse bereits an den Lippen, wartete Tala die Antwort kaum ab.

Angewiedert verzog Kai das Gesicht. Nicht, weil er auf Talas Schoß gezogen wurde, sondern wegen der braunen Brühe. Er konnte sich nicht vorstellen, wie jemand freiwillig dieses Gesöff trinken konnte. Dann doch lieber Alkohol...
"Meinetwegen." brummte er daher, lehnte sich gegen die Tischkante und wartete ungeduldig ab, bis Tala fertig ausgetrunken hatte.

"Du bist zu gütig..."
Gut gemeinter Sarkasmus schwang in Talas Stimme mit - genau wie früher auch immer, wenn Kai ihn hatte bekehren wollen oder ihm wieder einmal seinen unsteten Lebenswandel vorhielt. Nun aber beeilte sich Tala, die Tasse zu leeren, schob Kai dann doch wieder von sich und führte ihn an der Hand in sein Schlafzimmer. Es war ein weiterer großer Raum, vorwiegend in hellem Blau gehalten und einem großen, weichen Bett in der Mitte.
"Bitte schön, such dir die Seite aus, die du haben willst!"

Er ließ sich von Tala führen. Kurz sah er sich in dem Schlafzimmer um, ging dann zum Bett hinüber und setzte sich auf die linke bettkante. "Entschieden~." grinste er. Das Bett würde locker 4 Personen beherbergen können. Viel Platz. für nur zwei Leute.
Er klopfte auf das bett, gleich neben sich, damit Tala sich auch endlich in Bewegung setzte.

"Ganz schön ungeduldig, was?" Tala lächelte nur leicht, zog sich dann das Hemd über den Kopf und setzte sich in Bewegung. Noch ehe er die Bettkante erreicht hatte, hatte er auch schon die Hose verloren und schlug nun die Bettdecke beiseite, um wenig später unter das kühle Laken zu kriechen und nun seinerseits Kai auffordernd anzusehen, der bisher stumm sitzen geblieben war.
"Kommst du?"

Der Silberhaarige zog schnell den bademantel au, kroch dann ebenfalls unter die Bettdecke. Schnell suchte er die Wärme des Rothaarigen, rutschte nähe zu deisem heran und legte einen Arm um dessen Taille. So konnte er recht gut einschlafen, was auch schnell passierte. Er war haslt müde, nach diesen ganzen 'anstrengungen'... und dem Alkohol.

Tala quittierte dieses Verhalten mit einem äußerst zufriedenen Lächeln. Er legte den Arm um Kai, zog diesen ein klein wenig näher an sich, ehe auch er die Augen schloss. Wie lange hatte er darauf gewartet, dass es soweit kommen würde, wie oft hatte er gemeint, dass es nie soweit sein würde und wie oft hatte er in den letzten Jahren über sich selbst den Kopf geschüttelt, weil er wieder an seinen silberhaarigen Zimmerkollegen gedacht hatte? Sollte nun endlich alles besser werden?
12.10.06 18:58





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